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Ijsselmeer Teil 2

Harlingen bis Amsterdam

Makkum – Balk, 03.08.2017

...den Wind gibt es gratis dazu...

Unser Wecker lief bereits um 7 Uhr ab, da unsere Gastgeberin schon um 9 Uhr einen Termin hatte. Sie hatte uns zwar gesagt, es sei für sie kein Problem, wenn sie aus dem Haus sei und wir noch frühstücken würden. Wir müßten dann nur abschließen und den Schlüssel in den Briefkasten werfen. Das nenn ich Vertrauen in fremde Menschen, aber so sind die Niederländer; offen und unvoreingenommen.
Es hat sich mit dem Termin dann letztendlich doch anders ergeben und so konnten wir uns, nachdem wir hervorragend gefrühstückt hatten, noch persönlich von unserer netten Gastgeberin verabschieden.
Gegen 9.15 Uhr machten wir uns auf den Weg. Zuerst fuhren wir kurz zum Supermarkt, um Wasser und Obst zu kaufen. Dann ging es auf den Weg in Richtung Hindeloopen.
Mit dem Gedanken an die Wettervorhersage hatten wir beide nicht besonders gut geschlafen. Für heute waren kräftige Böen und Regen vorhergesagt. So kam es dann auch. Wir mußten uns ordentlich anstrengen und kamen doch nur langsam voran. Eine Gruppe Fahrradfahrer überholte uns. Einer der Männer rief uns zu: "de wind geeft het gratis erbei!"
Der Wind kam entweder schräg oder direkt von vorne. Unsere Beinmuskeln leisteten Schwerstarbeit. Es war jedoch recht warm. Bei Kälte wäre es noch unangenehmer gewesen.
Meist verlief der Weg an einem Deich entlang. Da die Niederlande zum Teil unter dem Meeresspiegel liegen, ist nicht nur am Ijsselmeer ein Deich, sondern viele kleine Kanäle sind ebenfalls eingedeicht.
Hildegard besitzt seit diesem Jahr ein Fahradnavi. Damit und mit der Bikelinekarte waren wir immer auf dem richtigen Weg unterwegs.
In Workum machten wir einen kurzen Abstecher in die Innenstadt. Das nette Städtchen gefiel uns sehr gut. Wie fast überall gibt es einen kleinen Hafen und Kanäle. Die meisten der gepflegten, kleinen Häuser hatten sicherlich schon viele Jahrzehnte oder auch mehr als 100 Jahre auf dem Buckel. Der Mittelpunkt des Ortes bildet die Gertrudiskerk. Sie ist die größte mittelalterliche Kirche Frieslands.
Nun fuhren wir weiter bis Hindeloopen. Es ist die kleinste der elf Friesischen Städte. Den markanten Kirchturm konnten wir schon von weitem sehen. Gegen 12 Uhr waren wir dort. Zuerst sahen wir am Himmel hinter dem Deich bunte Kitesegel. Als wir auf dem Deich standen, sahen wir dutzende Kitesurfer, die den kräftigen Wind ausnutzten. Es war ein fröhliches, buntes Bild. Uns machte es Spaß, den wagemutigen Surfern zuzusehen.
Danach fuhren wir zum Pfannkuchenhaus "de Friese Doorloper". Hier aßen wir Pfannhuchen bzw. eine Waffel mit heißen Kirschen und Sahne. Es war sehr lecker. Das Pfannkuchenhaus war gemütlich eingerichtet und im gleichen Stil eingerichtet, wie das friesische Schlittschuhmuseum, gleich nebenan. Der Besuch des Museums lohnt sich. Uralte Schlittschuhe und Schlitten und verschiedene Dioramen mit Szenen vom Wintervergnügen vergangener Tage auf den zugefrorenen Kanälen werden ausgestellt. Ein kleiner Film verdeutlicht die Historie der 11-Städtetour. Außerdem gibt es verschiedene Werkstätten im Originalzustand, wie eine Schmiede, eine Holzwerkstatt in der u.a. Holzschuhe hergestellt werden, eine Töpferei, eine Lackiererei usw. Ein großer Teil der Ausstellung wird der Hindelooper Malkunst gewidmet. Viele Möbel und andere Gegenstände sind mit bunten Farben in speziellem Stil bemalt.
Nachdem wir alles ausgiebig bewundert hatten, machten wir noch eine kleine Runde durch die Stadt. Dann fuhren wir ein Stück unseres Weges zurück. Auf Grund des heftigen Windes hatten wir entschieden, den Weg etwas abzukürzen und auf direktem Weg zu unserem Übernachtungsziel in Balk zu radeln.
Diese Entscheidung war goldrichtig. Wir orientierten uns an den Knotenpunkten. Der Weg verlief nun mehr landeinwärts. Es gab zur Abwechslung ab und zu Wind von schräg hinten oder auch kurze Stücke Rückenwind. Der Regen hielt sich zum Glück in Grenzen. Nur eine kurze Schauer wurde uns an diesem Tag beschert.
Es ging über Koudum, Kolderwolde nach Balk. Der Weg war landschaftlich sehr schön. Wir fuhren an vielen großen, alten Bauernhöfen vorbei. Auch die Einfamilienhäuser außerhalb der Orte hatten oft große, fast parkähnliche Grundstücke.
Gegen 17 Uhr erreichten wir unsere Unterkunft in Balk. Auch hier wurden wir wieder freundlich empfangen. Unsere Fahrräder durften genau wie gestern in der Garage übernachten. Als Willkommenstrunk erhielten wir erst mal leckeren Apfelsaft, der von selbstgeernteten Äpfeln stammte. Das Zimmer war gemütlich eingerichtet. Nach dem Duschen gingen wir zu Fuß zum Stadtkern. Wir entschieden uns für ein italienisches Restaurant. Wir haben schon besser gegessen.
Kurz vor 21 Uhr waren wir dann in der Unterkunft. Wir hofften, daß wir am kommenden Tag nicht so mit dem Wind kämpfen müßten.

Fahrzeit:3 h 40 Min.
Fahrstrecke:46 km

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