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Rheinradweg NL

Rotterdam - Kleve

1. Tag Anreise mit dem Zug 17.06.2015

Vrienden op de Fiets...

Das Motto unserer diesjährigen Radtour war: den Rhein rückwärts. Das heißt nicht, daß wir rückwärts fahren, oder verkehrt auf dem Rad sitzen wollten, sondern, daß wir den Rhein von der Mündung (nicht ganz / Rotterdam) bis zur deutschen Grenze fahren wollten.
Am späten Vormittag brachte uns Hildegard`s Ehemann mit dem Auto zum Bahnhof nach Venlo.
Entgegen unserer Gewohnheit hatten wir noch keine Fahrkarten besorgt. Man hatte mir im Vorfeld versichert, daß es kein Problem sei, sie erst bei der Abfahrt zu kaufen und es auch keine Schwierigkeiten mit dem Radtransport gäbe.
Es klappte auch wirklich hervorragend. In knapp zwei Stunden fuhren wir beide, samt Räder, ohne Umsteigen für 57,- € nach Rotterdam. Eine so entspannte Bahnfahrt hatten wir selten erlebt.
Um den Bahnsteig verlassen zu können, muß man an niederländischen Bahnhöfen nochmals die Fahrkarte in einen Automaten stecken; ähnlich wie in einem Parkhaus. Der Bahnhof ist groß und beeindruckt durch seine ungewöhnliche Architektur. Als wir auf dem Bahnhofsvorplatz standen, bestaunten wir die modernen Hochhäuser. Rotterdam ist die zweitgrößte Stadt der Niederlande und die führende Industrie- und Handelsstadt. Die Innenstadt wurde im zweiten Weltkrieg stark zerstört und modern wieder aufgebaut.
Wir hatten uns vor der Tour bei Vrienden op de Fiets angemeldet. Das ist eine Organisation die vor über 30 Jahren in den Niederlanden, als Alternative zu Treckinghütten, entstanden ist. Privatleute bieten gegen eine kleine Vergütung (z.Z. 19,-€) eine Schlafgelegenheit mit Frühstück an. Man erhält als Mitglied ein Buch mit Übernachtungsadressen und einen Internetzugang. Einige Tage vor der Reise sucht man sich in der gewünschten Stadt eine Adresse aus und fragt nach, ob man kommen kann. Die einzige Einschränkung ist, daß man mit eigener Kraft reisen muß (zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Boot). In unserem Fall ist das natürlich keine Einschränkung.
Ich hatte mir alle vorgebuchten Übernachtungsadressen in meinem Handy gespeichert, hatte aber am Anfang etwas Schwierigkeiten mit der Navigation. Mit Unterstützung freundlicher junger Niederländerinnen fanden wir doch unseren Weg.
Wir waren sehr gespannt, was uns erwartet. Die erste Adresse befand sich in einem schönen, großen, alten Stadthaus. Noch bevor wir die Klingel betätigen konnten, öffnete sich die Haustüre und wir wurden herzlich von unseren Gastgebern mit den Worten: "Wir haben sie schon erwartet", begrüßt. Unser Zimmer lag im Souterrain. Es war groß und mit Blick in den wunderschönen Garten. Sogar ein eigenes kleines Bad gehörte dazu.
Nachdem wir unser Gepäck abgestellt hatten, erhielten wir vom Hausherrn einige Informationen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Wir gingen zu Fuß zum Delfshaven. Dieser Stadtteil wurde im Krieg weitestgehend verschont. Mit seinen typischen verklinkerten Giebeln, einer Windmühle und dem kleinen Hafen mit alten Segelschiffen entspricht er dem Klischee von Holland. An einer Brücke tranken wir einen Kaffee und ließen die ersten Eindrücke auf uns wirken.
Danach gingen wir zum Schiehaven. Welch ein Gegensatz. Die Nieuwe Maas war hier ein breiter Fluß. Große moderne Gebäude und große Schiffe gab es hier zu bestaunen. Eine Skulptur, die Sklaven darstellt, die sich von ihren Ketten befreien, betrachteten wir aufmerksam. Zwei Studentinnen machten eine Umfrage zu dieser Skulptur. Wir unterhielten uns darüber in "gemischtem" Englisch, Niederländisch und Deutsch. Anschließend gaben sie uns noch einen Tipp, wo wir gut essen könnten. De Machinist am Coolhaven war früher eine Schiffahrtsschule und ist heute ein Restaurant. Das Ambiente war ungewöhnlich, gefiel uns aber gut. Das Essen war ebenfalls ungewöhnlich.
Anschließend gingen wir durch eine kleine Parkanlage zurück zu unserer Unterkunft.
Der heutige Tag war sehr schön und macht neugierig auf die nächsten Tage.


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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.