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Donauradweg, Teil 3

Wien - Passau - Vilshofen

Tag 1: Düsseldorf - Wien - 23.08.2006

Über den Wolken...

Diesmal zäumten wir das Pferd von hinten auf. Nachdem wir im vergangenen Jahr am Hochwasser der Donau gescheitert waren, fingen wir in diesem Jahr unsere Tour in Wien an. Die Anreise verlief diesmal auch völlig anders als sonst: wir gaben unseren Fahrrädern Red-Bull und sie erhielten Flügel; d.h.: wir besorgten uns schon im April Flugtickets und konnten somit preisgünstig und schnell Wien erreichen. Wir machten uns lange Gedanken über die Verpackung der Fahrräder. Aus diesem Grund fingen wir auch mit dem Flug an und planten die Rückreise mit der Bahn. Es wäre sicherlich mühsam gewesen, die riesigen Kartons, in denen dem Radhändler üblicherweise Fahrräder angeliefert werden, auf der Radtour mitzuschleppen, um dann am Ende der Tour die Räder flugtauglich darin zu verpacken. Jetzt aber der Reihe nach: Auf Grund realer Terrorwarnungen am Londoner Flughafen und zwei Bombenfunden in deutschen Zügen, wurde in den Medien den Flugreisenden geraten, noch früher als die üblichen zwei Stunden vor Abflug, am Flughafen zu sein. Unser Flieger sollte um 15.50 Uhr starten. Wir machten uns schon um 11.30 Uhr mit dem Auto auf den Weg in Richtung Airport. Unterwegs leuchtete dann prompt ein gelbes Kontrollämpchen auf, so daß wir schon befürchteten, wegen einer Panne liegen zu bleiben und zu spät zu kommen. Der Wagen hielt zum Glück durch und wir erreichten gegen 11.30 Uhr den Flughafen. Wir luden zügig die Fahrräder vom Auto und das Gepäck aus, dann eine schnelle Verabschiedung von unserer Tochter und das Abenteuer konnte beginnen. Wir packten sämtliche Fahrradtaschen wie üblich auf die Räder, legten die zusammengefalteten Kartons oben drauf und schoben die Räder ins Flughafengebäude. Den Schalter von Air-Berlin fanden wir auf Anhieb. Wir erhielten unsere Flugscheine und konnten auch direkt unsere Taschen abgeben. So, die erste Hürde war genommen. Danach gingen wir zum Großgepäckschalter. Dort stellte Klaus die Lenker quer, entfernte die Pedalen und wichtige Teile wie Lampen und Schaltung erhielten noch eine Verpackung mit Luftposterfolie. Dann kamen die Fahrräder in die beiden Kartons. Die Kartons paßten gerade eben durch das Röntgengerät. Nach einer guten halben Stunde gingen unsere Räder aufs Band. Nun mußten wir nur noch die letzte Tasche mit dem Werkzeug aufgeben und konnten uns danach gemütlich den Flughafen ansehen. Es hatte alles besser geklappt als wir gedacht hatten. Auch wir gingen frühzeitig durch die Kontrolle, um dann auf die Maschine zu warten. Wir hatten einen direkten Blick auf das Flugfeld und den „Parkplatz“ unseres Fliegers. Wir konnten sogar sehen, wie unsere Fahrräder an Bord gingen. Sie wurden schonend behandelt. Mit wenigen Minuten Verspätung hob das Flugzeug ab. Es war erst mein zweiter Flug. Ich fand alles sehr spannend. Wirkliche Angst hatte ich nicht. Der Start war ähnlich wie Achterbahn fahren, wenn die Wagen hochgezogen werden, nur viel schneller. In den ersten Minuten konnte man die Landschaft, Gebäude, Straßen und Autos noch deutlich erkennen. Danach flogen wir teilweise über die Wolken. Dabei hatte man das Gefühl auf einem dicken, weichen Wolkenteppich zu schweben. Ab und zu sah man zwischen den Wolkenlücken auch ein Stück Landschaft. Nach 1 ¼ Stunden landeten wir in Wien. Dieser Flughafen war nicht so modern wie der in Düsseldorf. Es wurde aber fleißig gebaut. Nach kurzer Zeit kamen unsere Radtaschen auf dem Band angefahren. Es hatte etwas von Rudi Carrells „laufendem Band“. Wenige Meter weiter war die Stelle für das Großgepäck. Dorthin wurden unsere Räder geliefert. Das Auspacken und Zusammenbauen klappte mühelos. Nur, wohin mit den Kartons? Einfach liegen lassen wollten wir sie natürlich auch nicht. Ich fragte verschiedene Flughafenmitarbeiter. Letztlich wurden sie von einem Flughafenmitarbeiter entsorgt. Jetzt konnte die Reise beginnen. Klaus wollte eigentlich mit der S-Bahn in die Stadt fahren. Ich fand es schöner, mit dem Rad anzukommen. Der einfachste Weg wäre über die Autobahn gewesen, aber dafür waren wir zu langsam. Wir mußten einige Kilometer über eine viel befahrene Bundesstraße ohne Radweg fahren. Sie führte an einem riesigen, nach Benzin stinkenden Raffineriegelände vorbei. Wir durchfuhren dann einige Wiener Vororte. Als wir am Hauptfriedhof entlang kamen, wußten wir, daß wir auf dem richtigen Weg waren. Unser Stadtplan von Wien fing erst dort an. Die mächtigen Gebäude an den Eingängen waren sehr unterschiedlich gestaltet. Wir nehmen an, daß damit die verschiedenen Religionen berücksichtigt werden, zudem ist er der größte Friedhof Europas. Gegen 19 Uhr erreichten wir unser Hotel im 3. Bezirk. Es ist ein sogen. Sommerhotel; d.h.: die meiste Zeit im Jahr dient es als Studentenwohnheim; nur im Sommer wird es als Hotel umfunktioniert. Unser Zimmer war hell, mit neuen modernen Möbeln eingerichtet und hatte beileibe nichts von einer muffigen Studentenbude. Unsere Fahrräder standen in einem extra Fahrradkeller. Wir machten noch einen keinen Bummel durch die nähere Umgebung, gingen zum Essen und freuten uns über den gelungenen Auftakt unseres Urlaubs.

Fahrzeit:1:15h
Fahrstrecke:18km
Flug:Air-Berlin 15:00-16:20 Uhr

19€ Flug, 10€ Kerosinzuschlag, 18€ Flughafengebühr, 20€ je Fahrrad


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