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Donauradweg, Teil 3

Wien - Passau - Vilshofen

Tag 3: Wien - 25.08.2006

Kindheitsträume...

Für heute hatten wir zwei ganz besondere Highlights eingeplant. Ein von mir jahrelang gehegter Wunsch ging in Erfüllung: der Besuch der spanischen Hofreitschule. Pünktlich um 10 Uhr begann die sogenannte Morgenarbeit der Lipizzaner Hengste in der Winterreitschule; der schönsten Reithalle der Welt. Wir hatten zudem das besondere Glück, die Generalprobe zu einer Vorführung zu erleben. Vor der Veranstaltung drängelten sich schon sehr viele Menschen im Eingangsbereich, um einen guten Platz zu ergattern. In der Halle gibt es zwei Ränge, von denen aus man das Geschehen beobachten kann. Die besten Plätze auf der Stirnseite der Halle waren für ausgesuchtes Publikum reserviert. Was ich sehr unverschämt fand war die Tatsache, daß zwei Personen aus diesem erlesenen Kreis, sich während der gesamten Vorführung Taschentücher vor die Nasen hielten, weil sie anscheinend den „Gestank“ der Pferde nicht ertragen konnten. Solche Leute sollte man meiner Meinung nach direkt hinauskomplimentieren, sie diskriminieren die Arbeit von Reitern und Pferde. Nun aber zur Morgenarbeit. Den Anfang machten die jüngsten Hengste. Sie wurden noch auf Trense geritten und die Reiter ritten ohne Sporen. Die Pferde standen noch am Anfang ihrer Ausbildung und erlaubten sich noch den ein oder anderen „Seitensprung“. Danach folgte die nächst höhere Klasse. Es steigerte sich im Laufe der zwei Stunden bis zur vollendeten spanischen Reitkunst. Levaden und Kapriolen habe ich vordem noch nie life gesehen. Es war unbeschreiblich schön. Das ganze Programm wurde von klassischer Musik untermalt. Es war Ballett zu Pferde. Die Kleidung der Reiter, die Zäumung der Pferde, einfach alles paßte in die barocke Umgebung der Hofburg. Schon deshalb hat sich der Besuch Wiens gelohnt. Nach diesen wunderschönen Stunden, tranken wir erst mal einen Kaffee und fuhren dann mit der U-Bahn zum Schloß Schönbrunn. Als wir am Morgen das Hotel verließen, regnete es leicht, aber mittlerweile hatten sich die meisten Regenwolken verzogen und es war wieder trocken. Nun kam also das zweite Bonbon des Tages: die Besichtigung von Schloß Schönbrunn. Auch diesmal kann man schlecht beschreiben, wie großartig das Schloß ist. Man sollte es sich anschauen! Am Eingang zum Schloßhof befindet sich ein mächtiges, schmiedeeisernes Tor, mit rechts und links einer hohen Säule. Dann gelangt man auf einen riesigen Vorplatz. Die Gebäude mit all ihren Nebengebäuden, sind so groß wie ein ganzes Dorf. Der Bau wirkt, weil er sehr breit gehalten ist, auf den ersten Blick recht flach. Steht man direkt davor, ist man überrascht, wie hoch das Schloß wirklich ist. Das Gebäude selbst ist ockergelb verputzt. Wir waren von der Vielzahl der Räume, Säle und Gemächer, die alle unterschiedlich gestaltet waren, beeindruckt. Bei einem einzigen Rundgang kann man das alles nicht erfassen. Die Informationen während der Besichtigung, erhielten wir mittels eines Audioführers. Jeder Raum war anders und einmalig. Teilweise waren sie auch noch mit wertvollen und originalen Möbeln bestückt. Die Wand -und Deckengestaltungen waren aufwendig und bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Man kann sich das damalige Leben in unserer heutigen Zeit gar nicht vorstellen. Nur die eigentlichen Privatgemächer von Kaiser Franz-Josef sind im Gegensatz zu den meisten anderen Räumen schlicht. Er bezeichnete sich selbst als ersten Beamten des Staates und lebte auch danach. Er starb bei seiner Arbeit am Schreibtisch. Nach der Besichtigung des Schloßgebäudes gingen wir durch den Schloßpark auf der Rückseite bis zur Gloriette, einem Pavillion am Ende des Parks, der auf einem Hügel liegt. Von dort hat man eine tolle Aussicht auf das Schloß mit dem Park und eine großartige Aussicht auf Wien. Danach gingen wir durch den Park zurück in den Kronprinzengarten, einem kleineren Schloßpark auf der linken Seite des Schlosses. Beide Parks waren sehr gepflegt und eine Freude für jeden Blumenfreund. Danach besuchten wir das Cafe Residenz, in der es eine kurze Vorführung gab, bei der gezeigt wurde, wie man Apfelstrudel zubereitet. Anschließend fuhren wir mit der U- und Straßenbahn in den 19. Bezirk nach Grünzing ins Heurigenviertel. Wir drehten eine kleine Runde durch den Ort. In einem typischen Heurigenlokal aßen wir ein deftiges Abendessen. Dazu gab es Heurigen (Wein). Nach diesem erlebnisreichen Tag fuhren wir dann zurück zu unserer Unterkunft und tranken im Lokal um die Ecke zum Abschluß des Tages ein Bier bzw. einen Kakao.

Fahrzeit:-
Fahrstrecke:-

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