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Deutschlandtour

Flensburg - Füssen

Tag 1: Anreise nach Flensburg - 02.09.2008

Das große Abenteuer beginnt...

Prolog

Seit längerer Zeit und besonders nachdem ich im Internet mehrere Reiseberichte von Radtouren durch Deutschland gelesen hatte, setzte sich in meinem Kopf die Idee fest, einmal im Leben auch so etwas zu machen. Es gibt zwar wesentlich spektakulärere Radtouren, aber zum einen bin ich nicht mehr 20 und zudem wollte ich auch, falls etwas Unvorhersehbares passieren sollte, problemlos erreichbar sein und mit dem Zug jederzeit nach Hause fahren können. In den Jahren zuvor, war es aus familiären Gründen nicht möglich, für längere Zeit von zu Hause wegzukommen. Jetzt gab es dahergehend keine Probleme mehr und für mich war jetzt die Zeit gekommen. Einige Menschen in meiner Umgebung meinten, das könnte ich ja später immer noch machen, aber was im nächsten Jahr ist, weiß doch niemand von uns! Es war zuerst auch für manchen unverständlich, daß ich diese Reise ganz alleine machen wollte. Für mich war es aber so eine Art Erholungskur. Einfach mal so fahren, anhalten, bleiben, wie ich wollte. Mir haben bisher alle Radtouren viel Spaß gemacht und ich hatte auch die richtigen Reisebegleiter. Diese Tour sollte aber eine Solotour sein. Meine Planung war, einmal längs durch Deutschland zu fahren; von oben nach unten, d.h. von Flensburg bis Füssen. Ich habe auf einer Karte einen Strich vom Start zum Ziel gezogen, am dem ich relativ gerade entlang fahren wollte. Dann besorgte ich mir entsprechende ADFC-Radkarten im Maßstab 1:150000. Ich plante die Tour hauptsächlich durch Flußtäler, um möglichst wenige Anstiege zu haben. Zu Weihnachten bekam ich dann noch neue Radtaschen und ein (fast) neues Rad. Nun stand der Tour nichts mehr im Wege.

Anreise

Der ganze Tag war irgendwie unwirklich. Sollte es heute wirklich losgehen? Freute ich mich, oder fand ich die ganze Sache nur verrückt? Wie würde ich zurechtkommen? Gepackt hatte ich gestern schon alles; sogar ein kleines Zelt, Schlafsack und Isomatte. Wenn schon Abenteuer, dann richtig! Nach Möglichkeit wollte ich in Jugendherbergen übernachten, es sollte möglichst preiswert sein, denn die Reise würde länger als sonst werden. Bei schönem Wetter wollte ich auch mal auf einem Campingplatz übernachten. Am frühen Abend hatte ich mich von der Familie verabschiedet. Es war so ein Gefühl, als würde ich auf Weltreise gehen. Wenn ich 25 Jahre und ein Mann wäre, würde niemand großes Aufhebens davon machen, aber eine 50jährige Frau ganz alleine auf Radtour, ist eben nicht so normal. Ich hatte Glück; mein Sohn brachte mich mit dem Auto zum Emmericher Bahnhof. Als der Zug gegen 20.35 Uhr einfuhr, war ich doch sehr nervös. Wir hielten nach dem reservierten Wagen und dem Gepäckwagen Ausschau, aber die waren nicht dabei. Wir fragten einen Zugbegleiter, wo mein Wagen sei. Der wäre vermutlich defekt und gar nicht dabei, gab er zur Antwort. Ich sollte mein Fahrrad in den Quergang direkt hinter der Lok abstellen und mir selbst ein Abteil im ersten Wagen suchen. So was Blödes, dabei hatte ich schon vor Monaten gebucht! Nachdem ich das Rad wie gewünscht abgestellt hatte, suchte ich mir einen freien Platz. Doch etwas verunsichert stellte ich fest, daß der erste Wagen ein Liegewagen war. Das hatte ich doch auch nicht gebucht. Der Zugbegleiter gestattete mir aber, ohne Aufpreis, ein Bett im Liegewagen zu benutzen. Der Fehler lag ja bei der Bahn und nicht bei mir. Das nenne ich Glück! Ich nahm ein Bett ganz oben. So hatte ich mein Gepäck in Reichweite. In Oberhausen und in Köln stieg noch jeweils eine Dame dazu, die ebenfalls bis nach Flensburg fuhr. In Köln mußte dann noch ein Paar mit Fahrrädern in den Zug. Die beiden waren ziemlich erbost, daß kein Radabteil vorhanden war. Die Frau war sehr hektisch. Mit vereinten Kräften schafften wir es, die nunmehr drei Räder, einigermaßen vernünftig unterzubringen. Ein evtl. nötiger Notausgang war allerdings damit versperrt. Die Nacht verlief relativ ruhig. Der Zug hörte sich nur manchmal an, als ob er gleich auseinanderbrechen würde, so rumpelte es und quietschte es. Die Fahrt dauerte über neun Stunden, eine halbe Stunde Verspätung kam dazu. Mir war es aber egal. Ich hatte einige Stunden leidlich, mit vielen Unterbrechungen, geschlafen. Es war jedenfalls bedeutend angenehmer die Nacht im Liegen, als im Sitzen zu verbringen. Am Morgen war ich relativ fit und voller Tatendrang. Die beiden Kölner halfen mir noch beim Aussteigen und entpuppten sich noch als nette Leute. Mein Fahrrad wurde mit Hilfe von drei Bahnpolizisten die Treppe im Bahnhof hinunter getragen. Kurz vor 7 Uhr stand ich vor dem Bahnhof in Flensburg. Die Tour konnte beginnen!

Fahrzeit:-
Fahrstrecke:-

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.