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Deutschlandtour

Flensburg - Füssen

Tag 11: Heringen - Meiningen - 12.09.2008

Kaliberge...

Heute war nicht ganz mein Tag. Ich habe zwar mein gestecktes Ziel erreicht, aber die heutige Tour hat mir nicht ganz so gut gefallen. Am Anfang lief alles noch recht gut. Die Gegend war zwar nicht so toll, da die Strecke an vielen Industrieanlagen der Kaliindustrie entlang führte, aber man kann ja auch nicht immer „Natur pur“ erwarten. In Philippstal wurde der Weg um ein schön restauriertes Schloß herumgeführt, das in verschiedener Weise, wie z.B. als Wohnungen, Apotheke, Büros usw. genutzt wurde. Es kann ja auch nicht jedes historische Gebäude als Museum genutzt werden. So bleibt das Äußere für die Nachwelt erhalten und die Gebäude stehen nicht leer. Es ging weiter an Varcha vorbei. Ursprünglich wollte ich mir den Ort anschauen, der von einer Stadtmauer umgeben ist und als historischer Ort auf der Karte gekennzeichnet ist, aber es lief gerade gut und so fuhr ich weiter. In Merkers wäre der Radweg eigentlich nach Kieselbach abgebogen. Da ich aber keine Lust auf einen Anstieg hatte, fuhr ich über die Bundesstraße weiter bis Bad Salzungen. Mit Kindern würde ich diese Strecke nicht fahren. Es herrschte reger LKW-Verkehr. Es gab selten einen Radweg. Zum Glück konnte ich durch meinen kleinen Rückspiegel die Wagen frühzeitig sehen. In Bad Salzungen machte ich am Gradierwerk ein ausführliches Mittagspicknick. Die Anlage hatte etwas von der guten alten Zeit, als betuchte Herrschaften ins Bad gingen. Lustig sahen die Leute aus, die an den Salzstöcken entlang gingen und weiße Regenumhänge trugen. Sie sahen ein bißchen wie Mönche beim Kreuzweg aus. Dort kam ich kurz mit einem Radler aus Hamburg ins Gespräch. Er hatte fast das gleiche Ziel wie ich und war von zu Hause aus losgefahren. Er hatte weniger Gepäck dabei als ich. Ich überlegte, ob ich vielleicht noch etwas nach Hause schicken könnte. Später hatte ich des öfteren Probleme das Radwegschild zu finden. Normalerweise wäre das nicht schlimm gewesen, aber da es nur die Möglichkeit gab, auf der viel befahrenen und teilweise autobahnmäßig ausgebauten B 19, oder auf dem separaten Radweg zu fahren, mußte ich ihn mehrmals suchen. Ich fragte verschiedene Anwohner, aber in der Regel wollten sie mich genau über die Bundesstraße führen. Es waren wahrscheinlich keine Radfahrer. Als ich in Wernshausen eine Eisenbahnstrecke entdeckte, dachte ich, ich wäre auf dem richtigen Weg. Ich fragte vorsichtshalber einen Mountainbikefahrer. Er sagte, daß ich an der falschen Bahnlinie unterwegs sei. Er mußte aber auch in meine Richtung und so sauste ich hinter ihm her. Es war mit dem schweren Rad nicht so einfach mitzuhalten, denn er legte ein flottes Tempo vor. Mit seiner Hilfe gelangte ich dann doch wieder auf den richtigen Weg. Er führte zwar nicht über eine Autostraße, war aber trotzdem regelrecht gefährlich. Es ging auf einem geschotterten Waldweg, der zudem vom Regen ziemlich aufgeweicht war und von Forstfahrzeugen zerfahren war, zuerst steil hoch. Da mußte ich halt schieben, das war ja nichts Neues. Runter aber, da wurde der Weg richtig kriminell. Ich war froh, als ich wieder einen ebenen Abschnitt erreicht hatte. Von Wasungen bis Walldorf verlief der Weg durch einen Wald. Dieser Abschnitt war wieder gut zu befahren. Lobend erwähnen kann ich die vielen schönen Rastplätze und kleinen Schutzhütten für Radfahrer und Wanderer, die sich am gesamten Werraradweg befinden. Es tröpfelte leicht und ab Walldorf, als der Wald zu Ende war, fing es kräftig an zu regnen. Es sah nicht danach aus, als ob es bald wieder aufhören würde. Also Regensachen angezogen und einen Zacken zugelegt. Gegen 16 Uhr erreichte ich Meiningen. Klaus kannte von früheren Besuchen eine gute Pension. Sie liegt sehr zentral und war schnell gefunden. Eine gute halbe Stunde später machte ich mich dann zu Fuß zu einem Stadtbummel durch den schönen Ort auf. Leider immer noch bei Regen.

Fahrzeit:5h
Fahrstrecke:81km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.