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Deutschlandtour

Flensburg - Füssen

Tag 10: Eschwege - Heringen - 11.09.2008

Die Hälfte geschafft...

Heute hatte ich geschlafen wie ein Murmeltier und fühlte mich dem entsprechend fit. Um 8 Uhr saß ich bereits am Frühstückstisch und gegen 8.50 Uhr auf dem Rad. Obwohl der Himmel bedeckt war, war es recht warm. Der Weg war vielfach neu angelegt und oft frisch geteert. Ich kam zügig voran. Ich durchfuhr wieder einige schöne Orte mit vielen Fachwerkhäusern. In den Orten selbst gab es häufig noch altes Kopfsteinpflaster, bei dem jeder Stein anders liegt. Das wirkt wie eine automatische Verkehrsberuhigung. In Treffurt begegnete mir eine Kleinkindergruppe; zwei Erzieherinnen mit zwei merkwürdigen Handkarren, in denen einige der Kleinen saßen und einige nebenher liefen. Die Kinder waren noch recht klein, so zwischen ein und zwei Jahre und sehr niedlich. Sie taten mir aber irgendwie leid, daß sie schon so klein fremdbetreut werden. Da hatten es meine Beiden in den ersten Jahren besser. Treffurt ist eine schöne Fachwerkstadt und besitzt eine zum Teil erhaltene Stadtmauer. Auf dem Marktplatz befindet sich das wunderschöne Renaissance Fachwerkrathaus. Oberhalb der Stadt und schon von weitem zu sehen, liegt die Burg Normansteig. Es ging weiter bis Kreuzburg. Hier hatte ich nach meiner Berechnung die Hälfte der Tour erreicht. Sechs Radwegekarten hatte ich gekauft und die dritte war nun zu Ende. Es kam mir noch gar nicht so viel vor. Die Gegend war mir ziemlich unbekannt. Viele Gegenden, die ich vorher durchfahren hatte, kannte ich von früheren Reisen, mit und ohne Fahrrad. Die riesige Autobahnbrücke der A 4 bei Herleshausen, die ich unterquerte, erinnerte mich an den ersten Besuch des Thüringer Waldes, kurz nach der Wende. Damals besuchten wir ein für uns völlig fremdes Land. Es beeindruckte mich jetzt auch, daß ich mich nun im ehemaligen innerdeutschen Grenzgebiet befand. Es war mir zwar bei der Planung klar, daß ich hier fahren würde, aber jetzt war es ein tolles Gefühl wirklich hier zu sein. Es deutet kaum noch etwas auf die frühere Grenze hin, einzig ein Schild von einem Grenzmuseum, an dem ich vorbei fuhr. Hier beginnt auch der berühmte Rennsteig. Es gibt mittlerweile sogar einen Rennsteigradweg, der aber sicherlich mehr Mountainbikefahrer anspricht. Die Landschaft und die Orte an der Werra gefielen mir ausgesprochen gut, so daß ich bestimmt irgendwann mal den kompletten Werraradweg befahren werde. Eigentlich hatte ich vor, bis Vacha zu fahren, da es aber auf tel. Nachfrage dort kein freies Zimmer mehr gab und schon wieder 90 km auf dem Tacho waren, beschloß ich in Heringen ein Zimmer zu suchen. In der Touristeninformation erhielt ich eine Liste mit Unterkünften. Da weiß man als Fremder nie, wo sie genau liegen. Zurückfahren, oder noch einen Berg hoch fahren wollte ich natürlich nicht. Ich mußte selber anrufen, nachdem ich vorher gefragt hatte, wo die Unterkunft in etwa liegt. Service stelle ich mir anders vor. Glücklicherweise fand ich im Ort ein einfaches Zimmer. Heringen liegt im größten Kaliabbaugebiet Europas. Schon viele Kilometer vor dem Ort sah ich von weitem einen riesigen weißen Abraumberg, den Monte Kali, der hoch über den Ort hinaus ragt. Die ausgehöhlte Fläche soll so groß wie das gesamte Münchener Stadtgebiet sein. Es gibt im Ort auch ein Kalibergbaumuseum, das ich aber nicht besuchte, da es dafür zu spät war. Am Abend pflegte ich meinen Sonnenbrand, den ich mir besonders auf den Knien zugezogen hatte. Beim Fahren hatte ich davon nicht viel gemerkt, aber am Abend hätte ich die Knie auch als rote Lampen benutzen können.

Fahrzeit:5:25h
Fahrstrecke:91km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.