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Deutschlandtour

Flensburg - Füssen

Tag 21: Steingaden - Füssen - Hopfen am See - 22.09.2008

Auf der Zielgeraden...

Heute war mein letzter Fahrtag. Sabine, ihr Mann und ich hatten uns für 8.30 Uhr zum Frühstück verabredet. Es schmeckte gut und war gesellig, bis am Nebentisch eine etwa siebzigjährige Frau Probleme bekam. Zuerst dachte ich, sie hätte einen epileptischen Anfall, aber es stellte sich heraus, daß sie Diabetikerin und stark unterzuckert war. Sie war kaum noch ansprechbar. Ihr Mann hatte zwar schon Glucose gespritzt, aber trotzdem besserte sich der Zustand nicht. Nur mit Mühe konnten wir den Mann überzeugen, einen Notarzt zu rufen. Als er dann kam, haben wir unser Frühstück im Nebenzimmer fortgesetzt. Der Frau ging es dann später wieder besser. Sabine, Jo und ich verabschiedeten uns dann gegen 10 Uhr. Dann ging es auf meine letzte Etappe. Leider war das Wetter nicht schön, es war trüb und Regenwolken hingen in der Luft. Zuerst fuhr ich zur Wieskirche. Ich hatte das Radwegschild übersehen und habe mal wieder einige Kilometer Umweg gemacht. Die Wieskirche ist eine Wallfahrtkirche im Stil des Rokoko und liegt im sogenannten Pfaffenwinkel. Sie zählt zum Weltkulturerbe und ist prunkvoll ausgemahlt. Schon aus Entfernung sieht man sie inmitten von Wiesen und Feldern liegen. Nur wenige andere Gebäude befinden sich in der Nähe. Ich ließ mir Zeit, um die Kirche in Ruhe anzusehen. Danach folgte eine schöne Strecke über Halblech in Richtung Schwangau. Unterwegs beobachtete ich einige Gleitschirmflieger beim Fliegen und bei der Landung. Es war faszinierend, aber so was würde ich niemals riskieren. Dann hatte ich auf einmal mein Ziel real vor Augen: Schloß Neuschwanstein. Das war vor der Tour immer mein Zielpunkt gewesen und jetzt war es zum Greifen nah. Ich blieb erst mal stehen und genoß den Augenblick. Auch wenn es spektakulärere Radtouren gibt, für mich war es die große Tour und ich hatte sie alleine und ohne Probleme geschafft. Irgendwie hatte ich gemeint, jetzt müßte der rote Teppich ausgerollt werden, wurde er aber nicht. Egal, es war trotzdem schön. Ich fuhr dann weiter nach Füssen zur Touristeninformation. Ich fand ein preiswertes Zimmer etwa fünf Kilometer außerhalb, in Hopfen am See. Kurz bevor ich dort ankam, fing es an zu regnen und ich mußte noch mal in die Regensachen steigen. Daß das Zimmer einfach war, hatte ich erwartet, aber so einfach, mit abgenutzten Möbeln aus den sechziger Jahren, auch wieder nicht. Aber was soll’s, ich wollte es ja nicht kaufen. Die Leute waren freundlich und das Bettzeug war sauber. Es war noch früher Nachmittag und trotz Regen fuhr ich noch mal bis zum Hopfensee. Bei schönem Wetter wäre es hier bestimmt toll gewesen, aber jetzt war alles grau in grau. Ich feierte meine Tour mit Kakao und Bienenstich und hoffte auf besseres Wetter für die nächsten Tage. Damit es mir am Abend nicht langweilig würde, besorgte ich mir einen Krimi. Mein Nachtzug ab Augsburg fuhr erst in drei Tagen und die Zwischenzeit wollte ich mit Besichtigungen, Radfahren und Wandern verbringen.

Fahrzeit:2:40h
Fahrstrecke:44km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.