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Deutschlandtour

Flensburg - Füssen

Tag 12: Meiningen - Schweinfurth - 13.09.2008

Herzklopfen...

Nach dem Aufstehen ging mein erster Blick zum Fenster. Wie ist das Wetter? Es war trüb, aber zum Glück trocken. Nach dem Frühstück ging’s um 9 Uhr wieder weiter. Der Radweg war schnell gefunden und die letzten Kilometer an der Werra lagen vor mir. In Obermaßfeld bog ich vom Werraradweg ab. Es folgte dann erst mal eine lange Steigung. In Rentwertshausen ging der Weg in westlicher Richtung weiter. Es folgten dann mehrere rasante Abfahrten. Heute half der Wind kräftig mit. Er kam aus Nord-Ost und schob meist von hinten. Von Mellrichstadt aus gelangte ich zügig durchs Saaletal nach Bad Neustadt. Dort machte ich eine kurze Mittagspause. Anschließend hatte ich etwas Probleme, den Radweg zu finden. Ich verließ die Saale wieder und es ging weiter nach Münnerstadt. Die Altstadt bot einige schöne Fotomotive. Die grauen Wolken hatten sich im Laufe des Tages verzogen, es war nur recht kühl. Der weitere Weg führte sehr idyllisch durch ein fast menschenleeres Tal. Ich fuhr an der einsam gelegenen Marienwallfahrtskirche zum hl. Kreuz vorbei. Da gerade ein Gottesdienst stattfand, habe ich sie nur von außen angesehen. Mein Weg führte an einsamen Bauernhöfen vorbei und dann nur noch durch Wiesen und Felder. Rechts und links davon war Wald. Ich genoß die Fahrt bis plötzlich unvermittelt ein geparktes Auto am Weg stand. Aus den Augenwinkeln heraus sah ich, wie jemand etwas weiter entfernt im Wald verschwand. Da bekam ich ein mulmiges Gefühl. Es gab nur den einen Weg. Ich mußte an der Stelle vorbei, wo der oder die Unbekannte in den Wald gegangen war. Vielleicht war es nur ein Jäger oder Pilzsucher. Ich hatte Herzklopfen. Ich hielt an, um Klaus anzurufen. Dummerweise war er vorübergehend nicht erreichbar. Deshalb schrieb ich ihm eine SMS und teilte ihm die Autonummer mit, falls ich auf dem Weg verschollen wäre. So schnell es auf dem Schotterweg möglich war, passierte ich die unheimliche Stelle und gelangte wenige Minuten später auf eine Landstraße. Dort gab ich zu Hause Entwarnung. Es folgten einige lange, gerade Anstiege, an denen ich teilweise gelaufen bin. Die Abfahrten entschädigten wieder dafür. Bei dem hohen Tempo kam ein leichtes Motorradfeeling auf. Kurz vor Schweinfurth machte ich dann noch meine Wochenendeinkäufe. Da Samstag war, hatte die Touristeninformation leider geschlossen. Mit einem Unterkunftsverzeichnis klappte die Zimmersuche doch recht schnell. Diesmal war es sogar ein preiswertes Hotel. Es lag ziemlich zentral. Die Ausstattung war aber dem Preis entsprechend; aber ich wollte ja auch nur eine Nacht bleiben. Ein kurzer Bummel über den Marktplatz und die angrenzenden Straßen veranlaßte mich ebenfalls nicht zu großer Begeisterung. Einzig das Rathhaus war sehenswert, aber auf Grund von Bauarbeiten wurde es teilweise von einem Baugerüst verdeckt. Das Denkmal von Friedrich Rückert auf dem Marktplatz erinnerte mich an ein Gedicht aus meiner Schulzeit, das mir noch sehr präsent ist und das für mich immer eine große Bedeutung hatte:

Nie stille steht die Zeit
der Augenblick entschwebt
und den du nicht genutzt
den hast du nicht gelebt.
Und du auch stehst nie still
der gleiche bist du nimmer
und wer nicht besser wird
ist schon geworden schlimmer.
wer einen Tag der Welt nicht nutzt
hat ihr geschadet
weil er versäumt
wozu ihn Gott mit Kraft begnadet.

Mit Schweinfurth war ich auch gleichzeitig am Main angelangt und hatte für mein eigenes Empfinden einen markanten Punkt der Reise erreicht.

Fahrzeit:6h
Fahrstrecke:98km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.