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Deutschlandtour

Flensburg - Füssen

Tag 4: Glückstadt - Inzmühlen - 05.09.2008

Durch's Alte Land...

Ich wurde von meiner Zimmerkollegin geweckt, sonst hätte ich womöglich das Frühstück verschlafen. Den ganzen Tag an der frischen Luft zu sein und sich dabei kräftig zu bewegen, verhalf mir zu einem ausgezeichneten Schlaf. Das Frühstück war prima und die Atmosphäre in der ganzen JH auch. Genau wie gestern saß ich um 9.15 Uhr auf dem Rad. Es war sonnig und der Wind hatte etwas nachgelassen, war aber trotzdem noch deutlich zu spüren. Mein Fahrrad war ziemlich bepackt und ich mußte gewaltig in die Pedale treten, um vorwärts zu kommen. Unterwegs habe ich mehrmals überlegt, was ich vielleicht nicht brauchte, um es evtl. nach Hause zu schicken. Das Zelt vielleicht, aber ob es jedesmal mit einer JH oder einer preiswerten Unterkunft klappen würde, wußte ich ja da noch nicht. So hatte ich dann mein eigenes Haus dabei. Außerdem paßte meiner Meinung nach Camping zu einer solchen Radtour, das erhöhte den Abenteuerfaktor. Ich hatte wirklich nur das Nötigste eingepackt, aber 3 ½ Wochen sind eine lange Zeit und nachher ist man immer schlauer. Zuerst fuhr ich zur Elbfähre. Die Überfahrt dauerte fast eine halbe Stunde, weil die Elbe an dieser Stelle schon gewaltig breit ist. Mehrere große Fähren fuhren hin und her, sogar LKWs wurden damit befördert. Gegen 10.15 Uhr erreichte ich Wischhafen. Auf meiner Karte waren zwar einige Radwege eingezeichnet, die abseits der Hauptstraße durch das Hinterland verliefen, aber auf Grund des Windes entschied ich mich, auf dem Radweg an der Hauptstraße weiter zu fahren. Dadurch fuhr ich durch mehrere Ortschaften. Die Häuser hielten einen Teil des Windes ab. Bis Stade kam ein Ort nach dem anderen. Dadurch kam mir die Strecke nicht so lang vor. Im Nachhinein war ich aber froh, daß ich am Vortag in Glückstadt geblieben war. Die zusätzlichen 25 km hätten mir wahrscheinlich sehr zugesetzt. In Stade machte ich dann zu Fuß einen Abstecher durch die Innenstadt. Stade ist eine alte Hansestadt und möglicherweise die älteste Stadt Norddeutschlands. Sehenswert sind die vielen alten Fachwerkhäuser. Ich überlegte, ob ich dort eine Mittagspause einlegen sollte, aber da ich für heute Inzmühlen als Ziel ausgeguckt hatte und somit noch einiges an Kilometern vor mir lagen, entschied ich mich dagegen. Ich kaufte nur Getränke und Obst ein und fuhr an der B 73 entlang weiter. Ich wollte auf keinen Fall durch Hamburg fahren, da ich mir das Verkehrsgewühl einer Großstadt ersparen wollte. Somit bog ich in Horneburg in Richtung Apensen ab. Der Weg führte bisher durch die Elbmarsch und das Alte Land. Es ist das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Mitteleuropas. Dort werden über 70% Äpfel angebaut. Jetzt, um diese Jahreszeit, waren die meisten davon reif. Es war herrlich, an den großen Apfelplantagen entlang zu fahren. Nicht so toll waren die vielen mit Äpfeln beladenen LKWs, die mir auf den kleineren Landstraßen ohne Radweg häufig im Nacken saßen. Ich war froh über meinen neuen, kleinen Rückspiegel, den ich mir vor der Reise angeschafft hatte. Damit konnte ich die Gefahr von hinten rechtzeitig erkennen. Die Landschaft veränderte sich langsam. Sie wurde etwas hügeliger und mehr bewaldet. Mein Weg führte nun an vielen Maisfeldern vorbei. Langsam aber sicher ging es in Richtung Lüneburger Heide. In Sausiek, den Namen fand ich besonders witzig, bog ich in Richtung Heidenau ab. Unvermittelt kam ich an einem Treffen von Aero-Oldtimerautos vorbei. Diese kleinen Zweitakter hatte ich bisher noch nicht gesehen. Sie waren alle sehr gepflegt und insgesamt bunter, als die meisten mir bekannten Oldtimer; die in der Regel in gedeckten Farben daherkommen. Ich schoß ein paar Fotos und weiter ging’s. In Torstedt fragte ich tel. in der JH Inzmühlen nach, ob ein Bett für mich frei wäre. Es waren sogar noch mehrere frei. Die letzten etwa 20 km waren die schnellsten des Tages. Der Radweg war neu geteert und verlief meist leicht abfallend. Vorher wurde ich oft richtig durchgeschüttelt. Gegenwind hatte ich jetzt auch keinen mehr. Ich war heilfroh, aus der Küstennähe weg zu sein. Gegen 17.30 Uhr erreichte ich mein Ziel. Ich bekam noch ein hervorragendes kaltes Abendessen: Nudelsalat (für vier Personen), 2 Matjesfilets, 2 Brötchen, 1 Scheibe Brot, 1 Ei und Wurst und Käse. Das meiste habe ich geschafft. Ich wußte vorher gar nicht, daß ich solchen Hunger hatte.

Fahrzeit:6:10h
Fahrstrecke:92km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.