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Deutschlandtour

Flensburg - Füssen

Fazit

Ich hatte mir meinen Traum erfüllt und die Deutschlandtour geschafft. Es war körperlich einfacher, als ich vorher gedacht hatte. Am anstrengendsten waren die ersten Tage in Schleswig Holstein. Dort machte mir der kräftige Gegenwind sehr zu schaffen. Ich hatte dort auch leichten Muskelkater. Das lag unter anderem daran, daß ich am Anfang unbedingt Strecke machen wollte. Die ersten 14 Tage stand ich selber noch so unter Strom, daß ich zu viele Tageskilometer gefahren bin. Ich hatte mir vor der Tour ausgerechnet, wieviel ich täglich fahren müßte, um die Strecke in 3 ½ Wochen zu schaffen. Auch an Pannen und Pausentage hatte ich gedacht. Wenn ich so weiter gefahren wäre, wie am Anfang, hätte ich die Tour in 14 Tagen schaffen können. Das wollte ich aber nicht. Ich wollte in Ruhe die verschiedenen Landschaften Deutschlands erleben und genießen. Ich bin bewußt alleine gefahren. Das habe ich aber besonders an den Abenden, nach der Tagesetappe, bedauert. Ich habe täglich nach Hause telefoniert, um mitzuteilen, wo ich stecke, was ich erlebt habe und daß alles in Ordnung ist. Anschließend aber saß ich alleine in irgendeinem Zimmer und habe mich gelangweilt. Es wäre schön gewesen, wenn man sich dann über das Gesehene und die Erlebnisse des Tages mit jemandem unterhalten könnte, der dabei gewesen war. Nach Einbruch der Dunkelheit habe ich mich alleine nicht mehr auf die Straße getraut. Der Vorteil war, daß ich mich mal richtig ausgeschlafen habe. Nach dem Tagebuchschreiben und evtl noch etwas lesen und die Strecke vorplanen, war ich meist früh im Bett und habe geschlafen wie ein Stein. An den Tagen, als ich Sabine kennengelernt hatte und wir gemeinsam unterwegs waren, war es angenehmer. Wir haben eine ähnliche Einstellung zu vielen Dingen und paßten auch vom Tempo und von der Kondition gut zusammen. Ich werde oft gefragt, wo es mir am besten gefallen hat. Das ist schwer zu sagen. Die Lüneburger Heide hat mir gut gefallen, obwohl ich bei meinem Urlaub dort, vor über zwanzig Jahren, von der Landschaft enttäuscht war. Sehr gut hat mir das Werratal und besonders die vielen Fachwerkhäuser gefallen. Der Werraradweg steht schon auf meiner Favoritenliste. Die wunderschöne Weingegend am Main fand ich auch toll. Da waren das Wetter und meine Stimmung besonders gut. Viele Orte auf der romantischen Straße sind es ebenfalls wert, noch mal wieder zu kommen und sie in Ruhe anzusehen. Den Fernradweg vom Bodensee zum Königssee möchte ich später unbedingt einmal fahren. Einen kleinen Vorgeschmack davon habe ich am Ende meiner Reise bekommen. Jeder Tag war anders, das ist ja auch das Spannende an einer nicht organisierten Tour. Man weiß nicht, was einen erwartet. Es war überall schön. Das Wetter und die Stimmung spielen bei der Beurteilung eine große Rolle. Wenn ich die gleiche Strecke noch mal fahren würde, könnte mein Urteil von manchen Gegenden anders ausfallen. Mein Fahrrad hat auch gut mitgemacht. Zweimal ist mir die Kette abgesprungen, ansonsten gab es keinerlei Pannen. Am Anfang hatte ich zu viel Gepäck dabei. Einiges habe ich auf halber Strecke zurück geschickt. Als ich mein Ziel erreicht hatte, hatte ich erwartet, daß sich das große Glücksgefühl einstellt. Das kam dann aber doch nicht. Ich habe mich natürlich gefreut und bin auch stolz auf mich, aber eine Mondlandung war es dann doch nicht. Ich bin froh, daß ich diese Reise gemacht habe. Ich habe sie mir lange gewünscht und nie so recht geglaubt, daß ich das einmal realisieren kann. Ich hätte mich sicherlich immer geärgert, wenn ich nicht gefahren wäre. Das ist auch ein Ergebnis der Tour: wenn man etwas wirklich will, kann man es auch. Ein guter Nebeneffekt, aber auch gewollt, ist, daß ich gut 5 kg abgenommen habe. Ich fühle mich körperlich wesentlich fitter als vorher und meine Sachen passen wieder. Hoffentlich bleibt es so! Ich denke oft an die Reise und schaue mir gerne die vielen Fotos und die Tagebucheinträge an. Diese Tour wird für mich immer etwas Besonderes bleiben.


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