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Münsterland R1

Zwillbrock - Holzminden

Tag 7: Detmold - Holzminden

Mittagessen im "Blumengarten"...

Das war unser letzter Fahrtag. Weil wir ca. 70 km Wegstrecke ausgerechnet hatten, doch im Geiste 90 km kalkulierten, versuchten wir eher los zu kommen als sonst. Es klappte sogar. Wir waren eine viertel Stunde früher dran als sonst. Zum Aufwärmen machten wir diesmal keine Stadtrundfahrt, sondern fuhren nur mal kurz etwa drei Kilometer einen Berg rauf und den gleichen Weg wieder runter. Danach waren wir auf dem richtigen Weg. Die ersten 12 km hatten es in sich. Es ging fast nur rauf. Wir hatten zwar unterwegs wieder Wegzehrung eingekauft und einen Teil davon direkt gegessen, aber trotzdem war der Anstieg zu den Externsteinen kaum zu bewältigen. Ein Mann bot uns zwar an uns abzuschleppen, aber wer weiß wohin? Gegen 11 Uhr 30 erreichten wir die Steine. Die Mühe hatte sich gelohnt. Etwas Vergleichbares hatte ich vorher noch nicht gesehen. Ich bin dann auch mal hinaufgestiegen Auch diese Anstrengung lohnte sich. Leider spielte an diesem Tag das Wetter nicht mit. Es nieselte den ganzen Tag, mal mehr mal weniger. Wir hatten ständig unsere Regenjacken an und außerdem war es recht kalt. Nachdem wir die Externsteine ausgiebig bewundert hatten, ging es weiter. Der Weg führte durch sehr viel Wald. Zum Glück ging es aber meist bergab. Gegen 13 Uhr brauchten wir dringend etwas Warmes und eine Pause. Spontan hielten wir an einer Pension "Haus Blumengarten" an. Hildegard klingelte, nass wie ein begossener Pudel, an der Haustüre. Sie fragte nach, ob wir etwas zu essen oder zu trinken bekommen könnten. Schon wurden wir herzlich hereingebeten. Unsere Räder konnten wir unterstellen. Wir folgten der Pensionswirtin ins Speisezimmer. Dort wurden wir von ca. 20 älteren Damen erstaunt aber wohlwollend begrüßt. Sie hatten gerade mit dem Mittagessen begonnen. Ein kleiner Tisch war noch frei. Dort durften wir Platz nehmen. Nach zwei Minuten stand eine leckere Tomatensuppe vor uns. Anschließend gab es Fisch bzw. Spiegelei, Salat und Kartoffeln. Zum Nachtisch gab es Milchreis. Es war, als ob man auf uns gewartet hätte. Als wir erzählten wo wir herkamen und wo wir hin wollten, wurden wir bestaunt. Die Damen waren begeistert. Die Wirtin war ausgesprochen freundlich, aber trotzdem locker und natürlich. Dort läßt es sich sicher gut aushalten. Die Pensionsgäste gingen nach dem Mittagessen zur Mittagsruhe. Das hätten wir auch gerne getan, aber wir wollten und mussten weiter. Frisch gestärkt und trotz Regen gut gelaunt, ging die Fahrt weiter. Unterwegs trafen wir mehrmals zwei ältere Radfahrer, die ebenfalls in der Jugendherberge Detmold übernachtet hatten. Sie waren ebenfalls auf dem Weg nach Höxter. Auch zwei junge Burschen kreuzten mehrmals unseren Weg. Das der Tag gut werden würde, beweist auch die Tatsache, dass uns ein Glücksschwein über den Weg lief. Ein halbwüchsiges Schwein hatte sich selbständig gemacht und spazierte über die Straße. Wir informierten einen Bauern. Gemeinsam versuchten wir das Tier einzufangen. Es entzog sich der Festnahme durch einen Sprung in ein Rapsfeld. Vielleicht ist es immer noch dort. Die Gegend änderte sich, sie wurde flacher und weitläufiger. Wir fuhren an vielen Feldern vorbei. Bei gutem Wetter wäre es sicher herrlich gewesen. Die letzten zwanzig Kilometer vor Höxter waren die schnellsten unserer Tour. Es ging fast nur noch bergab. Teilweise fuhren wir 40 km/h. Das Tempo war rasant und wegen der Nässe nicht ganz ungefährlich. Immer mehr bepackte Radler begegneten uns; mal in kleinen, mal in größeren Gruppen. Alle grüßten und schienen gut gelaunt zu sein. Gegen 17 Uhr erreichten wir das eigentliche Ziel unserer Reise: Höxter. Ich hätte vorher nicht geglaubt, dass wir so früh dort wären. Als erstes tranken wir Kaffe und aßen Kuchen. Wir hatten es uns verdient. Danach schoben wir unsere Räder durch die Stadt. Die Innenstadt war sehenswert. Da wir jedoch in der Jugendherberge keinen Platz bekamen, mussten wir weiter. Nach ca. einer Stunde stiegen wir wieder auf unsere Räder und fuhren an der Weser entlang nach Holzminden. Die Jugendherberge liegt am Ortseingang, direkt am Weserradweg. Sie sieht von außen sehr uhrig aus und ist durch ihren Turm nicht zu übersehen. Wir bekamen ein schönes Zweibettzimmer in einem Seitenflügel. Nach dem Duschen machten wir einen Bummel durch die schöne Fachwerkstadt. Am Abend tranken wir ein Gläschen Wein und schwärmten von unserer wunderschönen Woche. Gleichzeitig freuten wir uns auf den kommenden Tag und auf unsere Familien. An diesem Abend beschlossen wir, wenn nichts dazwischen kommt, dass wir nächstes Jahr wieder auf große Fahrt gehen.

Fahrzeit:5h
Fahrstrecke:75km
Gesamte Tour:394km

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