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Donauradweg, Teil 2

Ingolstadt - Winzer - Bad Birnbach

Tag 2: Großmehring - Bad Abbach - 21.08.2005

Der Himmel öffnet alle Schleusen...

Heute begann unser erster richtiger Radfahrtag. Nach einem guten Frühstück starteten wir um Punkt 10 Uhr zu unserer ersten Etappe. Es war etwas trüb, doch trocken und nach den ersten Kilometern fanden wir es auch recht warm. Zuerst verlief der Weg mal auf und mal neben dem Donaudamm. So konnte man sich gleich an kleine Anstiege und Abfahrten gewöhnen. In der Nacht hatte es kräftig geregnet und wir mußten des öfteren größeren Pfützen ausweichen oder sie durchfahren. Ab Vohburg ging es auf befestigten Wegen weiter bis Pförring. Danach ging es wieder über den Donaudamm durch ein schönes Auengebiet. Wir sahen sogar ein Reh, das aber bei unserem Anblick fluchtartig im Gebüsch verschwand. Später führte der Weg an riesigen Hopfenfeldern vorbei. Sie sind in diesem Landstrich lebenswichtig; man kennt ja die Vorliebe der Bayern für Bier. Zwei kleine Anstiege bewältigten wir fahrend und erreichten gegen 13 Uhr das Kloster Weltenburg. Dort stärkten wir uns zunächst mal mit dunklem Bier und besichtigten anschließend die weltberühmte Klosterkirche. Das ganze Klostergelände war von vielen Besuchern bevölkert. Die meisten saßen unter den großen Bäumen vor der Klosterschänke und ließen es sich gut gehen. Die Strecke nach Kehlheim wollten wir schwimmend zurücklegen. In diesem Fall aber mit dem Schiff. Gerade, als wir die Fahrkarten besorgt hatten, fing es an zu regnen. Da das Schiff schon am Anleger war, warteten wir nicht lange und suchten uns schon einen Platz. Wir waren die ersten Radfahrer; es kamen aber immer mehr dazu, so daß sich zum Schluß etwa zwanzig Räder im Schiff aneinanderquetschten. Es war fast wie im Zug. Um 14 Uhr legte unser Schiff ab, leider bei Regen. Wir durchfuhren dann die berühmte Donauenge, den sogenannten Donaudurchbruch. Es ist die engste Stelle der deutschen Donau. Der Fluß zwängt sich zwischen steilen Felswänden hindurch und hat eine gewaltige Strömung. Nach einer halben Stunde erreichten wir Kehlheim. Da es immer noch regnete, machten wir erst mal wieder eine Pause. Nachdem wir in Ruhe unsere Gulaschsuppe gelöffelt und der Regen aufgehört hatte, fuhren wir weiter. Der Himmel sah aber wieder sehr bedrohlich aus. Deshalb und auch wegen der vielen Höhenmeter, verzichteten wir auch heute auf einen Besuch der Befreiungshalle oberhalb der Stadt. In Saal stellten wir uns an einer Tankstelle unter, um eine Regenschauer abzuwarten. Nach ca. 20 Min. Zwangspause ging es dann weiter. In Alkofen verdunkelte sich der Himmel wieder. Zum Glück erreichten wir in diesem Moment ein Buswartehäuschen. Wir stellten uns dort unter und in dem Augenblick öffnete der Himmel alle Schleusen. Solche Regenmassen habe ich noch nie im Freien erlebt. Außerdem entlud sich noch ein Gewitter. Das Häuschen war Gott sei Dank zur rechten Zeit am rechten Ort. So ein Glück hat man selten! Es goß wie aus Badewannen. Wir blieben nicht lange alleine in unserem Unterstand: ein freundlicher Husky leistete uns eine Weile Gesellschaft. Ich glaube nicht, daß er auf den Bus wartete. Nach über einer halben Stunde war der Spuk vorbei. Jetzt fuhren wir zügig in Richtung Bad Abbach weiter. Wir sahen vor uns auch andere Radfahrer mit großem Gepäck, die vermutlich auch irgendwo untergestanden hatten. Plötzlich gab es einen kleinen Tumult. Ein Radfahrer stand bis zu den Knien im Wasser. Er hatte eine große Pfütze durchfahren, die sich nach dem großen Regen aber eher als eine tiefe Furt darstellte. Ein weiterer mutiger Radfahrer fuhr hinterher, die anderen aus der Gruppe und auch wir, nahmen den Weg über die Straße. Auf den Inhalt nasser Radtaschen wollten wir lieber verzichten. Gegen 18 Uhr erreichten wir dann sogar ziemlich trocken, unsere Pension in Bad Abbach. Nach dem Duschen machten wir dann einen Bummel durch den Ort. Leichter Regen begleitete uns. In einem gemütlichen Brauhaus kehrten wir zum Abendessen ein. Hoffentlich sind die Regenreserven bald verbraucht.

Fahrzeit:3:50h
Fahrstrecke:58km
Schiff:6km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.