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Bodenseeradweg

Radolfzell - Schaffhausen

Tag 7: Konstanz - Schaffhausen

Burgfräulein...

An diesem Morgen ging es früh los. Wir saßen um 8Uhr am Frühstückstisch. Vier muffelige Mitmenschen saßen ebenfalls mit uns im Frühstücksraum. Wir waren froh, als wir wieder auf unseren Rädern saßen. Den Weg aus Konstanz hinaus fanden wir auf Anhieb. Der Grenzübertritt verlief ebenfalls problemlos. Es waren viele Radler mit großem Gepäck unterwegs. Das Wetter war auch heute genau richtig zum Radfahren. Wir durchfuhren Gottlieben, ein Örtchen, dass seinem Namen alle Ehre macht. Der Liebe Gott hätte sich bestimmt eins von diesen schönen alten Häusern ausgesucht, wenn er am Bodensee gelebt hätte. Der Weg verlief meist unmittelbar am Untersee vorbei. Lange Zeit konnte man die Insel Reichenau vom Ufer aus sehen. Das Wasser war so klar, dass man in Ufernähe bis auf den Grund sehen konnte. Wir machten in der Nähe von Berlingen eine kleine Pause. Gegen 12 Uhr erreichen wir Stein am Rhein. Der Ort war wie auf einer Postkarte. Die Häuser rund um den Marktplatz waren mit schönen, alten Lüftelmalereien bemalt. Hildegard meinte, wenn die Leute anders gekleidet und Autos und Fahrräder fort wären, befänden wir uns im Mittelalter. Wir ließen uns viel Zeit, aßen eine Suppe, bzw. einen Salat und bummelten anschließend schiebenderweise durch das Städtchen. Es waren sehr viele Radfahrer auf dem Marktplatz. Gegen 15 Uhr setzten wir unsere Fahrt, weiter am Rhein entlang, fort. An einer Steigung hatte Hildegard beim Schalten Probleme. Die Kette war o.k. und wir konnten nichts feststellen. Wenig später trat das Problem erneut auf. Im nächsten größeren Ort steuerten wir eine Fahrradwerkstatt an. Es war mal wieder typisch für uns. Das Problem lag nicht an der Schaltung, sondern am Kettenschutz. Er war gerissen und hatte sich etwas verschoben, dadurch schliff die Kette beim Umschalten daran vorbei und gab ein knarrendes Geräusch von sich. Der kaputte Kettenschutz wurde entfernt und schon ging es weiter. Kurz nach 18 Uhr erreichen wir das Ziel unserer Reise, Schaffhausen. Wir fuhren als erstes zum Bahnhof und kauften die Rückfahrtkarten. Die Touristeninformation hatte schon geschlossen und deshalb fragten wir einen Taxifahrer nach einer preiswerten Unterkunft. Der Gasthof, den er uns empfohlen hatte. hatte geschlossen. Wir fragten an einer Tankstelle nach und versuchten es weiter. Ursprünglich hatten wir vor, eine Pension zu suchen, dort unser Gepäck abzuladen und dann zum Rheinfall zu fahren. Aber jetzt mußten wir zunächst mal eine Bleibe für die Nacht finden. Im nächsten Hotel, dass man uns als preiswert empfohlen hatte und das außerdem nicht besonders einladend aussah, kostete die Übernachtung 144 Franken. Das verschlug uns fast die Sprache. Ein älterer Herr sagte: "Direkt oberhalb des Wasserfalls befindet sich eine Burg und darin ist eine Jugendherberge." Wir überlegten nicht mehr lange und entschlossen uns dort zu übernachten. Auf dem Weg dorthin sahen wir zum ersten mal den Wasserfall. Es war beeindruckend. Wir waren zwar beide vor einigen Jahren schon mal dort, aber wir waren überwältigt von der unbändigen Kraft des Wassers. Was für ein Anblick. das war nun wirklich das Highlight des Tages. Wir standen auf der rechten Seite des Rheins Auf der gegenüberliegenden Seite, hoch oben auf dem Berg , sahen wir die Burg. Dort mußte die Jugendherberge sein. Eine Eisenbahnbrüche führte auf die andere Flußseite. Wir mußten unsere Räder den Berg hinauf schieben und dann über die Brücke. Ein schmaler, eingezäunter Fußweg führte an den Gleisen vorbei. Als wir in der Mitte der Brücke, direkt über dem Wasserfall waren, kam ein Zug. Es ging sehr schnell. Es durchfuhr uns ein gewaltiger Schrecken. Zum guten Schluß mußten wir dann noch Treppen Steigen, aber das kannten wir ja schon von einigen Bahnhöfen. Durchgeschwitzt und ohne Puste kamen wir in der JH an. Wir müssen ziemlich erledigt ausgesehen haben. Die Herbergsmutter hatte Mitleid mit uns und so bekamen wir von den letzten drei Betten zwei. Einen Haken hatte die Sache allerdings. Wir schliefen nicht alleine. Damit hatten wir auch nicht gerechnet, aber dass wir mit einer kompletten fünfköpfigen Familie in einem Zimmer und fast in einem Bett schlafen mußten, ließ uns doch mal schlucken. Aber was soll`s, besser so, als auf dem Bahnhof schlafen. Nachdem wir uns geduscht hatten, gingen wir in das Restaurant, dass sich ebenfalls im Burggebäude befand. Wir saßen draußen an einem schönen Fleckchen und genossen bei einem guten Essen, den letzten Abend.

Fahrzeit:4h
Fahrstrecke:63km

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