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Ruhrradweg

Winterberg - Kevelaer

Tag 5: Hattingen - Duisburg - 12.05.2004

Verbotene Wege...

An diesem Morgen schellte unser Wecker eine ¾ Stunde früher als sonst. Unsere Vermieterin hatte einen Termin und wir sollten deshalb schon um 9 Uhr unser Zimmer räumen. Obwohl das Zimmer ohne Frühstück war, wollten wir nicht mit knurrendem Magen aufs Rad steigen und hatten uns deshalb am Abend mit Verpflegung eingedeckt. Es gab sogar frischen Tee, nur auf ein Frühstücksei mußten wir verzichten. Da wir so früh raus mußten, saßen wir schon um 8 Uhr 50 auf den Rädern. Der Himmel war wieder ziemlich grau, aber es war trocken. Bis Dahlhausen fuhren wir über den Leinpfad, direkt am Fluß entlang. Plötzlich ging es nicht mehr weiter, oder wir hätten nasse Füße bekommen und evtl. sogar schwimmen müssen. Der Weg stand unter Wasser, wie weit, konnten wir nicht erkennen. Also hieß es zurück zum nächsten Abzweig und dann parallel zum Leinpfad weiter. Der Weg verlief schnurgerade. Rechts und links befanden sich große Wasserbecken. Plötzlich kam uns ein Dienstfahrzeug der Wasserwerke entgegen und uns wurde in strengem Ton klargemacht, daß wir hier nicht fahren dürften. Wir erklärten, daß wir keine entsprechenden Schilder gesehen hätten und daß unser Radweg überflutet sei. Gnädigerweise wurde uns erlaubt weiter zu fahren. Später sahen wir dann auch einige Verbotsschilder. Die hatte es aber am Anfang nicht gegeben und wir sind auch nicht über Zäune und dergleichen geklettert. Bald erreichten wir den Baldeneysee. Dort herrschte auf dem Radweg schon reger Betrieb. Viele Radfahrer, Scater und Spaziergänger waren unterwegs um ihr Sportpensum abzuarbeiten. Manche sahen sehr angestrengt aus. Ob es ihnen überhaupt Spaß machte? Auf der ganzen Strecke begegneten uns dagegen kaum Radfahrer mit großem Gepäck, die mehrere Tage unterwegs waren. Entweder lag es am Wetter, oder es war die falsche Region. Auf den vorherigen Radtouren war in dieser Beziehung wesentlich mehr los. An den Hängen oberhalb des Sees sahen wir einige bekannte Gebäude, wie z.B. die Villa Hügel und der gleichen. Mittlerweile bemerkten wir immer häufiger in der Ferne größerer Städte. Wir befanden uns schließlich mitten im Ruhrgebiet. Zeitweise war die Gegend jedoch wieder sehr ländlich und man fuhr durch Felder und an Wiesen vorbei. Ab Mühlheim wurde es aber städtischer. Immer mehr Industrieanlagen lagen an unserer Strecke. Wir überlegten, ob wir dem Aquarius Wassermuseum einen Besuch abstatten sollten, aber dafür war die Zeit dann doch zu knapp. Es wäre sicher zu schade gewesen, im Schnelltempo durch die Ausstellung zu jagen. Nachdem wir uns im Stadtzentrum für die letzte Etappe gestärkt hatten, ging es nach Duisburg zum Hafen. Auch ohne eine Hafenrundfahrt konnte man erkennen, daß die Hafenanlage riesige Ausmaße hatte. Es ist ein Stadtteil für sich. Duisburg hat den größten Binnenhafen Europas. In einer Art Delta floß die Ruhr, die in Winterberg als kleines Rinnsal begonnen hatte, in den Rhein. Nach 273 km hatten die Ruhr in ihrem Bett und einige Kilometer mehr auch wir auf dem Fahrrad unser Ziel erreicht. Etwas wehmütig dachten wir daran, daß jetzt eigentlich unsere Reise und somit auch der Urlaub zu Ende waren. Wir hatten aber noch eine kleine Zugabe. Heute ging es noch von Nord nach Süd durch Duisburg zu Verwandten. Wir hatten sie am Morgen schon telefonisch vorgewarnt. Früher als geplant hatten wir unseren Ruhrradweg geschafft. Um 17Uhr 59 erreichten wir unser Tagesziel. Wir wurden bereits sehnsüchtig erwartet, das Essen stand sozusagen schon auf dem Tisch. Nach dem Essen und einer Grundreinigung wurde es noch ein gemütlicher und für die Männer feucht fröhlicher Abend.

Fahrzeit:5:50h
Bis zur Mündung:66km
Insgesamt:85km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.