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Hase-Ems-Radweg

Brochterbeck - Meppen - Brochterbeck

Tag 2: Bramsche - Essen (Oldenburg) - 19.08.2007

Haseüberfall...

Aufgrund meiner Blessuren hatte ich schlecht geschlafen, war aber froh, daß ich meine Arme und Beine gut bewegen konnte und somit der weiteren Radtour nichts im Wege stand. Das Frühstück zog sich sehr lange hin, da unser Wirt und Klaus immer mehr Gemeinsamkeiten entdeckten und beide ausgiebig ihre Sammelleidenschaften beschrieben. Zum Glück hatten wir keine Eile und zudem war die Unterhaltung wirklich nett. Wir hatten nicht das Gefühl Fremde zu sein; so möchte man immer aufgenommen werden! Bevor wir gegen 10.30 Uhr den Gasthof verließen, war schon eine Regenschauer herunter gekommen. So hatte sich die lange Unterhaltung noch zusätzlich gelohnt. Das Wetter war leider nicht so sonnig wie am Vortag. Wir waren aber froh, daß es nicht regnete oder windig war. Die Temperatur war zum Radfahren recht angenehm. Ich konnte sogar in kurzer Hose fahren und dadurch mein aufgeschrammtes Knie etwas schonen. Wir fuhren nicht immer auf dem Hase-Ems-Weg, sondern ab und zu die parallel dazu verlaufenden Radwanderwege. Sie waren alle gut ausgeschildert und man konnte immer wieder problemlos den Hauptweg erreichen. Wir fuhren am Alfsee vorbei, von dem wir aber enttäuscht waren. Er machte auf uns einen sehr künstlich angelegten, kahlen Eindruck. Ingesamt gefiel uns die Gegend aber gut. Der Weg verlief meist auf geteerten Wirtschaftswegen oder ruhigen Landstraßen. Wir kamen an vielen, großen, alten, gut erhaltenen Gehöften vorbei. Daß Niedersachsen ein Pferdeland ist, läßt sich nicht verleugnen. So viele Pferde, Reiterhöfe und große Reithallen sieht man sonst nicht. Was uns auch gut gefiel, waren die vielen Obstbäume an den Wegrändern. Sie waren oft regelrecht mit Pflaumen, Äpfeln oder Birnen überladen. Die Landwirtschaft hat hier anscheinend noch einen hohen Stellenwert. Gemüseanbaubetriebe oder Gärtnereien, wie am Niederrhein, haben wir nicht gesehen. Die Dörfer machen noch einen bodenständigen Eindruck. Sie sind sauber und gepflegt, aber nicht auf „modern“ herausgeputzt. Die heutige Tour verlief ruhig und war nicht anstrengend. Hier ist anscheinend noch nicht alles touristisch vermarktet. Um Punkt 12 Uhr machten wir auf einer gemütlichen Bank in Heeke ein Mittagspicknick. Danach ging es weiter bis Bersenbrück. Nachdem wir uns den Ortskern angesehen und einen Imbiß gegessen hatten, fuhren wir zügig in Richtung Quakenbrück. Wenige Kilometer vor dem Ort gelangten wir zur Überfallhase. Dieser merkwürdige Name hat folgende Bedeutung: die Hase verzweigt sich in viele Flußarme. Früher kam es dadurch häufig zu Überschwemmungen. Um die Stadt davor zu schützen, wird die Hase am Haseüberfall aufgestaut und läuft in einen Seitenarm über. Das ganze Gebiet ist durch die vielen Bäche und Gräben sehr sumpfig, aber auch sehr fruchtbar. Badbergen und Quakenbrück liegen im sogenannten Artland. Auf der Hase sahen wir auch ab und zu kleine Paddelboote oder größere Schlauchboote. Kurz vor dem Überfall gibt es ein Trainingsgelände für Wasserpolo. Diese Art Wassersport hatten wir bisher noch nicht life gesehen. Den Jungs schien es jedenfalls Spaß zu machen. Gegen 16 Uhr erreichten wir die Altstadt von Quakenbrück. Es gab wieder reichlich Fotomotive. Am Marktplatz, unter einem großen Sonnenschirm, warteten wir bei Kaffee und Kuchen einen Regenschauer ab. Anschließend machten wir per Fahrrad eine Stadtrundfahrt. Danach fuhren wir auf direktem Weg nach Essen, zu unserem tel. vorgebuchten Quartier. Der Gasthof war sehr groß und das Zimmer sehr schön, doch leider mußten wir zum Abendessen noch mal in die Stadt. Nachdem wir eine Pizza gegessen hatten, beschlossen wir den Tag bei einem Bier in einer kleinen Dorfkneipe.

Fahrzeit:4h
Fahrstrecke:64km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.