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Elberadweg, Teil 2

Magdeburg - Cuxhaven

Tag 3: Hohenberg-Krusemark - Wittenberge - 22.06.2009

Das kleine, blaue Haus...

Wir hatten wieder gut gefrühstückt und waren gespannt auf die Strecke und die Dinge, die so unterwegs passieren würden. Zuerst machten wir von dem Storch, der direkt vor dem Haus sein Nest hatte, ein Abschiedsfoto. Dann ging es gegen 9.40 Uhr los. Unsere Unterkunft lag direkt am Elberadweg und somit mußten wir nur der Straße folgen. Gestern waren uns schon vor vielen Häusern rote Holzkreuze, in der Art Andreaskreuze, aufgefallen. Wir fragten zwei Rentner am Gartenzaun, was sie bedeuteten und erhielten eine umfangreiche Antwort. Sie wurden zum Protest gegen ein geplantes Kohlekraftwerk aufgestellt. Das kann ich nachvollziehen. Heute gibt es doch sauberere und umweltfreundlichere Möglichkeiten Strom zu erzeugen. Der Weg verlief über kleine Orte wie Schwarzholz und Rosenhof. Wenig später machten wir eine kurze Pause an der Ruine einer Backsteinkirche. Der Turm dient als Aussichtsturm. Ich muß jede mögliche Gelegenheit wahrnehmen, die Landschaft von oben zu besichtigen und deshalb gab es für mich kein halten. Hildegard bewachte derweil unsere Fahrräder, die sicherlich auch ohne Bewachung nicht weggelaufen wären. Danach fuhren wir weiter am Gutshaus Büttnershof vorbei und gelangten wenig später auf einen Dammweg. Auf beiden Seiten des Weges lagen wunderschöne Teiche mit Seerosen. Wir beobachteten viele Wasservögel. Einige Schwäne schwammen in Formation und führten einen regelrechten Schwanenseetanz auf. Das war wirklich schön! Am Wegesrand standen alte Kopfweiden. Das Ganze erzeugte eine märchenhafte Stimmung. Wir hatten am Vortag entschieden, die linke Elbseite zu benutzen und mußten deshalb in Werben die Hauptroute verlassen. Prompt haben wir uns einige Kilometer verfahren. Also hieß es umdrehen und das gleiche zurück. In Werben machten wir dann Mittagspause. Auf Empfehlung einer netten Einheimischen aßen wir in einem einfachen Gasthof das Tagesmenue. Für knapp 5 € erhielten wir ein leckeres Mittagessen plus Getränk. Das findet man zu Hause nirgends. Dann ging es viele Kilometer auf oder unterhalb des Deiches weiter. Der Weg war zwar gut ausgebaut, aber meistens gepflastert. Das war für Arme und Po anstrengend. Wir wurden gut durchgeschüttelt. Besonders mein Po hatte zu leiden, da er den eingerittenen Ledersattel gewohnt war und sich mit dem neuen Sattel nicht so recht anfreunden konnte. Der Weg verlief insgesamt wieder durch eine Auenlandschaft mit kleinen und größeren Seen und alten Elbarmen. Wir beobachteten Störche und kamen an einer Schafherde vorbei, die sich beim Deichschutz nützlich machte. Die Kühe auf den Elbwiesen hatten freien Zugang zum Wasser. Es sah aus, als würden sie Urlaub am Strand machen. Heute trafen wir weniger Radfahrer, die meisten waren anscheinend auf der anderen Elbseite unterwegs. In Beuster hatte ich das Gefühl in Holland zu sein. Schöne, gepflegte kleine Backsteinhäuser standen unmittelbar am Deich. Das Dorf machte einen beschaulichen Eindruck. Wir hielten Ausschau nach einer Gaststädte oder dergleichen, da Hildegard ein dringendes Bedürfnis überkam. Wir kamen an einer Art kleiner Gartenwirtschaft vorbei, die aber leider geschlossen hatte. Am Ende des Gartens befanden sich zwei kleine blau bzw. rot gestrichene Gartenhäuschen. Am Radweg stand ein weißes Hinweisschild, zum einen mit der Kilometerangabe bis Wittenberge oder Magdeburg und ein Pfeil zeigte in Richtung Gartenhäuschen mit der Aufschrift WC mit einem Fahrradsymbol darunter. So was haben wir noch nie gesehen. Hildegard besuchte dann das kleine blaue Haus und war begeistert. Es gab sogar ein Klogästebuch. Erleichtert im wahrsten Sinne des Wortes ging es auf die letzten Kilometer. Wir wurden noch einige Kilometer von einem netten Radfahrer begleitet, der uns den Weg über die Eisenbahnbrücke über die Elbe zeigte. Für Hildegard war es eine Mutprobe, die sie aber tapfer meisterte. Die Brücke war über einen Kilometer lang. Zum Glück kam während der Überquerung kein Zug. Wir fanden in der Nähe des Schwimmbads ein nettes Zimmer. Es war noch früh am Tag und so konnten wir das schöne Bad noch für zwei Stunden besuchen. Das war unser Wellnesprogramm für den Tag. Dort nahmen wir sogar unser Abendessen ein und brauchten dann anschließend nicht mehr in die Stadt. Zum Wetter ist noch zu sagen: Es war schön warm, aber leider sehr windig, natürlich Gegenwind, sonst wäre es ja nicht leider.

Fahrzeit:4:25h
Fahrstrecke:62km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.