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Elberadweg, Teil 2

Magdeburg - Cuxhaven

Tag 4: Wittenberge - Damnatz - 23.06.2009

Besuch bei "Opa und Oma"...

Welch ein Service! Heute wurde uns vom Hausherrn persönlich das Frühstück auf's Zimmer serviert. Das lag aber nicht daran, daß wir besonders vornehm wohnten, sondern daran, daß der Frühstücksraum noch nicht fertig war. Gegen 9.30 Uhr waren wir wieder startklar. Unser Pensionswirt gab uns den Tip, die Strecke um eine Elbeschleife und somit um fünf Kilometer abzukürzen. Wir fuhren von Wittenberge aus auf direktem Weg nach Crumlosen. Es war ein schöner Weg und wir wurden ausnahmsweise vom Wind geschoben. Wir hatten auch gleich wieder die Gelegenheit Störche zu fotografieren. In unserer Gegend gibt es nur wenige Storchenpaare und deshalb waren wir von jedem Storchennest fasziniert. Auf dem eigenen Dach möchte ich sie allerdings nicht haben. Zum einen wegen des enormen Gewichts des Nestes und zum anderen wegen der Hinterlassenschaften. Aufgrund der Begeisterung über die Störche fuhren wir auch prompt in die falsche Richtung. Ein Rennradfahrer brachte uns aber schnell wieder auf den rechten Weg. Der führte über viele Kilometer an Deich entlang. Der Wind hatte seit gestern etwas gedreht; er kam von Osten, so daß wir ihn meist schräg von der Seite hatten. Machte der Weg aber eine Biegung, kam der Wind aber wieder von vorne und unsere Durchschnittsgeschwindigkeit ging dementsprechend zurück. Der Deich und der Radweg waren nach dem Elbhochwasser von 2002 neu angelegt worden. Um dem Wind nicht zu stark ausgesetzt zu sein, fuhren wir nur kurze Abschnitte auf der Deichkrone. Gegen 12 Uhr erreichten wir Lenzen. Dort wollten wir den zukünftigen Schwiegergroßeltern von Hildegards Tochter einen kurzen Besuch abstatten. Um sie nicht beim Mittagessen zu überfallen, fuhren wir zuerst zum Schloß. Dort besichtigten wir das Burgmuseum, nachdem wir uns mit einem leckeren Salat gestärkt hatten. Dort wurden die Stadtgeschichte und die Ausstellung: „Mensch und Strom“ gezeigt. Ein Film über das verheerende Elbhochwasser vor sieben Jahren führte uns eindrücklich vor Augen, was Wasser für eine unbezwingbare Kraft hat und welche Schäden ein Hochwasser verursachen kann. Der anschließende Blick vom Burgturm über die Stadt und die Elbwiesen rundeten das Ganze ab. Gegen 14 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zu den Großeltern. Wie bei Rotkäppchen brachten wir Kuchen mit. Der Wolf - in unserem Fall der wilde Hund - blieb im Zwinger. Die beiden alten Herrschaften haben sich sehr gefreut, Hildegard einmal kennen zu lernen und haben uns beide herzlich empfangen. Bei Kaffee und Kuchen wurde viel erzählt und gelacht und einige Erinnerungsfotos geschossen. Es herrschte große Sympathie auf beiden Seiten. Kurz vor 16 Uhr mußten wir dann doch weiter. Wir setzten mit der Fähre auf die linke Elbseite über; dann war aber auch gleich Schluß mit lustig. Wir mußten unsere Räder einen steilen Waldweg hochschieben. Erinnerungen an den Elbemarathon und unseren damit verbundenen Geländemarsch im Elbsandsteingebirge im vergangenen Jahr kamen wieder hoch. Es ging aber anschließend auf einer geteerten Straße wieder bergab. Ein Radwegschild irritierte uns kurz und wir waren unschlüssig, ob wir rechts in einen Waldweg abbiegen mußten, da es aber so aussah, als ob es nur ein Hinweis auf eine Gaststätte sei, ließen wir unsere Räder weiter den Berg hinunter sausen. Es lief auch gerade toll. Unten angekommen kam prompt die Ernüchterung. Wir hätten doch abbiegen müssen. Nochmals den Berg hochschieben wollten wir natürlich nicht! So fuhren wir einen kleinen Umweg und gelangten in Vietze wieder auf den Elberadweg. Bis Gorleben lief es aufgrund der Windrichtung flott. Danach meinten die Leute, die den Elberadweg beschildert hatten, es wieder besonders gut und schickten uns auf einen gepflasterten Weg auf dem Deich. Hier fuhren wir zwar von Autoverkehr ungestört, aber der Wind konnte sich auch wieder ungestört an uns auslassen. Mehrmals hatten wir die Befürchtung vom Deich heruntergeweht zu werden. Außerdem ist der Rollwiderstand der Reifen auf geteerten Wegen geringer als auf Pflaster. Das hört sich jetzt sehr nach meckern an, aber manchmal hat man einfach den Papp auf. Bis Langendorf hielten wir durch, dann aber beschlossen wir einstimmig, nicht wie geplant bis Hitzacker weiter zu fahren, sondern möglichst bald Schluß zu machen. Hildegard telefonierte mit verschiedenen Pensionen und Gasthöfen. In Damnatz hatte sie schließlich Erfolg. Wir änderten etwas unsere Route und fuhren über Quickborn und Kamerun nach Damnatz. Danach folgte der übliche Abschluß: duschen, lecker essen, Tagebuch schreiben, vorlesen, Fotos anschauen und schlafen.

Fahrzeit:4:15h
Fahrstrecke:67km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.