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Mainradweg 2

Würzburg - Mainz - Koblenz

Tag 4: Aschaffenburg - Frankfurt/M. - 24.06.2011

10 Frauenzimmer...

Das Frühstück war einem Hotel angemessen. Es gab u.a. Joghurt, Müsli und Obst. Die anderen „Zutaten“ sind meines Erachtens sowieso selbstverständlich. So ging es frisch gestärkt gegen 9.15 Uhr los. Es war trocken und problemlos erreichten wir nach ca. 20 km Seligenstadt. Zunächst haben wir noch überlegt, ob wir wirklich auf die andere Mainseite wechseln sollten, aber wenn wir das nicht gemacht hätten, hätten wir ein Highlight verpasst. Die große Klosterkirche konnten wir schon von weitem sehen. Von den großen Ausmaßen der ehemalige Benediktinerabtei waren wir doch überrascht. Die ganze Klosteranlage war sehr gepflegt und gut erhalten. Wir warfen einen kurzen Blick in die Basilika. Dort wurden wir mit Orgelmusik empfangen. Danach tranken wir Kakao im Klostercafe. Anschließend bummelten wir durch den sehr schön gestalteten Klostergarten. Es gab viel zu sehen. Da wir aber noch einige Kilometer vor uns hatten, fuhren wir nach einer guten Stunde weiter. Am Ortsausgang besorgten wir uns in einem Supermarkt Getränke und dann ging’s wieder auf den Mainradweg. Dunkle Wolken zogen auf, als wir den Ort hinter uns gelassen hatten. Als keine Unterstellmöglichkeiten in Sicht waren, fing es an zu regnen. Wir zogen schnell unser Regenzeug über und ließen uns nicht vom Weiterfahren abhalten. Leider hat das Wasser meinen Tageskilometerstand gelöscht. So was ärgert mich sehr. In der Nähe von Dietesheim hatte der Regen wieder aufgehört und wir machten unser Mittagspicknick. Dort fragten wir ein paar Radlerinnen nach einer günstigen Unterkunft in Frankfurt. Günstig meinten sie, sei nur die JH. Sie läge auch strategisch günstig, direkt am Main und in der Nähe der Altstadt. Nach der Stärkung ging es schnurstracks bis nach Frankfurt. Die Idee mit der JH war nicht schlecht, zumal die letzte Übernachtung relativ teuer war. Gegen 15.20 Uhr erreichten wir unser Ziel. Wir bekamen die letzten beiden Frauenbetten in einem Zehnbettzimmer. Aber was soll’s, es sollte ja nur für eine Nacht sein. Wir machten uns stadtfein und dann ging’s los in die Weltstadt Frankfurt. Auf den letzten Radkilometern hatten wir schon die imposante Skyline bewundert. Wir gingen über eine Mainbrücke und nach wenigen Minuten waren wir am Römer. Fotomotive gab es reichlich. Zwischen den riesigen Wolkenkratzern und den Glasfassaden vermutet man keine Fachwerkbauten. Es waren krasse Gegensätze auf engsten Raum. Für uns Landeier war es die große weite Welt. Wir waren uns aber einig, daß wir in so einer Großstadt niemals wohnen wollten. In der Innenstadt herrschte Volksfeststimmung. Eine Bühne und Stände mit kulinarischen Spezialitäten waren aufgebaut; spanische Woche war angesagt. Wir hatten keine Lust auf Tapas oder Paella und gingen zum Essen in den Kaufhof. Das Restaurant lag im obersten Stockwerk. Von dort hatten wir einen tollen Blick auf die Stadt. Danach bummelten wir über den eisernen Steg zurück in Richtung JH. Am Geländer hatten verliebte Pärchen Kettenschlösser, teilweise mit Gravuren, angebracht. So etwas kannten wir bisher nur aus Köln. Zum Abschluß des Tages tranken wir in einem Lokal direkt an der Brücke noch ein Glas Wein. Am Anschlag stand zwar: durchgehend warme Küche, aber das zweite Glas Wein war uns kaum gegönnt. Kurz vor 22 Uhr wurden wir aufgefordert zu zahlen. Die Wirtsleute hatten anscheinend genug verdient und wollten Schluß machen. Merkwürdiges Verhalten! Wir hatten die nötige Bettschwere und gingen direkt zu Bett. Noch keine der Mitbewohnerinnen war da. Wir hofften, daß niemand von ihnen schnarchen würde.

Fahrzeit:3h
Fahrstrecke:45km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.