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Tag 6: Trechtingshausen - Brey - Koblenz - 26.06.2011

Kings of the road...

Um Punkt 9 Uhr saßen wir auf den Fahrrädern. Heute war hier im Rheintal zwischen Bingen und Koblenz autofreier Sonntag. So was nennt man glücklicher Zufall. An diesem Tag können alle Radler, Inlinescater und alle anderen nicht motorisierten Zeitgenossen die Bundesstraße benutzen. An „normalen“ Tagen sind die Straßen sehr befahren und so ein Unternehmen ziemlich gefährlich. Im engen Rheintal gibt es ja fast keine Ausweichmöglichkeiten. Man kann auch nur an wenigen Stellen vom Radweg, der unmittelbar am Rhein entlang führt, auf die Straße wechseln, da zwischen beiden die Bahntrasse verläuft. Dadurch fährt man vielen netten Orten vorbei, ohne sie gesehen zu haben. Heute konnten wir ungestört mitten über die Bundesstraße fahren. Es waren bereits sehr viele Radfahrer unterwegs. Viele waren extra von weiter angereist, um dieses Event zu erleben. In sämtlichen Orten warten Zelte und Stände mit Essen und Trinken aufgebaut. An manchen Stellen gab es Lifemusik und andere Vergnügungen für Jung und Alt. Das Wetter spielte zudem perfekt mit. Die Sonne strahlte den ganzen Tag. Alles, was zwei oder manchmal auch drei Räder hatte, war unterwegs. Wir hielten oft an, um die vielen Burgen und Schlösser rechts und links des Rheins mit dem Fotoapparat festzuhalten. Nur die Loreley, die haben wir nicht gefunden. Der Loreleyfelsen war natürlich noch da, aber die Figur haben wir übersehen oder sie nahm gerade ein Bad im Rhein. Wir fuhren durch viele schöne Orte, die wir ansonsten auf der Radtour nicht gesehen hätten. Die Polizei paßte auf, daß sich niemand mit dem Auto dazwischen mogelte. In Bad Salzig machten wir eine längere Mittagspause. Wir suchten Schatten und fuhren deshalb etwas weiter in den Ort hinein und fanden einen ruhigen Platz in einem Biergarten. Dort aßen wir einen riesigen Salatteller. Während der Pause und nach den Erfahrungen vom Vortag, versuchten wir telefonisch in der JH in Koblenz einen Schlafplatz zu erhalten. Leider lief nur ein Band und man wurde aufgefordert, eine e-Mail oder ein Fax zu schicken, sich in Geduld zu üben oder später noch mal anzurufen. Die Touristeninfo in Koblenz konnte auch nicht weiterhelfen. Sie war am Wochenende nicht besetzt, obwohl dort die Bundesgartenschau lief. Wir waren ziemlich frustriert. Wir fuhren weiter und machten später noch einige Versuche bei der JH, doch immer nur hörten wir die freundliche Stimme vom Band. In Brey machten wir eine Trinkpause an einem Campingplatz und fragten dort die Bedienung, ob sie uns eine Unterkunft empfehlen könne. Sie gab uns ein Unterkunftsverzeichnis und nach wenigen Minuten hatten wir ein Zimmer für zwei Nächte. Wir stellten nur kurz unser Gepäck ab und fuhren weiter bis Koblenz. Dort endete dann „Tal total“ und wir mussten uns wieder an die Verkehrsregeln halten. In der Stadt war aber auch „der Bär los“. Das Wetter war ja auch zu schön, um zu Hause zu bleiben. Wir fuhren bis zum Deutschen Eck und bekamen schon einen kleinen Vorgeschmack auf die Buga. Die Uferpromenade war herausgeputzt und üppig mit Blumen geschmückt. Wir ließen uns viel Zeit und gönnten uns zwischendurch ein Eis. Es schmeckte hervorragend. Die Eisdiele war anscheinend bekannt, denn die Leute standen in mehreren Reihen an. Mit den Worten: „der nächste bitte“ wurden die Kunden bedient. Unsere Tour entwickelte sich zu einer Drei-Flüsse-Tour. Wir fuhren noch ans Moselufer und führten eine nette Unterhaltung mit einem älteren Ehepaar aus Koblenz. Sie gaben uns nützliche Tipps für den geplanten Bugabesuch. Danach ging’s über den offiziellen Rheinradweg zurück zu unserem Gasthaus. Kurz vor 20 Uhr erreichten wir hungrig und durstig unser Quartier. Ein Bier wurde im Sturztrunk hinunter gekippt. Danach verspeisten wir im Biergarten unser wohlverdientes Abendessen. Heute stimmte wieder alles: Wetter, Weg, Landschaft und Stimmung.

Fahrzeit:5h
Fahrstrecke:61 + 15km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.