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Drauradweg

durch Osttirol und Kärnten

Villach - Klagenfurt, 23.09.2017

---Bergetappe...

Heute mußten wir bereits um 8.30 Uhr fertig sein. Wir hatten alle ein etwas mulmiges Gefühl, denn heute erwartete uns die gefürchtete "Bergetappe".
Die erste Herausforderung kam auch recht schnell. Es ist besonders übel, wenn eine Steigung hinter einer Biegung liegt, im Vorfeld nicht zu erkennen ist und plötzlich erscheint. Dann hat man oft nicht genug Schwung, um den Berg hochzukommen. Bei einer solchen Steigung mußte ich absteigen. Was mich etwas tröstete war die Tatsache, daß auch Marcus, unser jüngster Teilnehmer, das gleiche Problem hatte und schieben mußte. Auch einige e-Bikefahrer schoben. Oben wurde aber gewartet bis alle da waren und wieder Luft bekamen. Mit entsprechender Karte wäre ich vorbereitet gewesen.
Gegen Mittag wollten wir eine Pause einlegen, fanden aber kein entsprechendes Lokal. In einem kleinen Dorf fragten wir Einheimische. Sie schickten uns zu einer Gaststätte direkt an der Straße. Die gefiel uns nicht und wir entschieden weiter zu fahren. Es ging ein Stück den gleichen Weg zurück und dann durch einen Wald. Dort fanden wir an einem Angelgewässer einen kleinen Imbiß. Die Bedienung war alleine, aber sehr auf zak. Für sie war´s kein Problem eine so große Gruppe zu bewirten. Die meisten von uns tranken nur etwas, aber auch das ein oder andere Essen stand nach kurzer Zeit auf dem Tisch. Es gab sogar ein WC in Form eines Dixiklos und nebenan ein Freiluftwaschbecken. Die meisten bevorzugten aber die "Waldcapelle". Nachdem wir uns ausgeruht und gestärkt hatten, ging es weiter.
Kurze Zeit später kam eine langgezogene Steigung. Mit letzter Puste schaffte ich sie ohne abzusteigen. Heute war es für alle anstrengender, denn es ging häufig rauf und runter.
Dann fuhren wir längere Zeit an der aufgestauten Drau, dem Ferlacher Stausee entlang. Danach verließen wir den Drauradweg. An der Staumauer überquerten wir den See. Dann wurde es wirklich hart. Jetzt ging es in Serpentinen einen geschotterten Waldweg hinauf. Die wenigsten aus der Gruppe fuhren noch; nur die mit viel Kraft in Akkus und Beinen. Die meisten mußten den größten Teil des Weges schieben. In Maria Rain hatten wir es dann geschafft. Verschwitzt und manche mit letzter Kraft, erreichten wir den kleinen Wallfahrtsort auf gut 900 Meter Höhe.
Nachdem alle oben angekommen waren und sich erholt hatten, fuhren wir weiter bis Lambichl. Dort machten wir eine ausgiebige Pause. Hier stärkten wir uns noch mal richtig. Ich aß eine leckere Knoblauchsuppe. Einige andere auch.
Wenige Kilometer weiter erreichten wir unser heutiges Ziel: Klagenfurt. Nachdem wir jetzt mehrere Tage meist auf separaten Wegen und in kleinen Städten unterwegs waren, war die Fahrt durch die sechstgrößte Stadt Österreichs doch eine kleine Herausforderung. Wir erreichten aber alle unbeschadet unser Hotel. Unsere Räder brauchten nicht in einer Garage zu übernachten, sondern wurden durch die Eingangshalle hindurch geschoben und parkten in einem großen Raum.
Nach dem Duschen machte ich noch einen Stadtbummel. Die Stadt hat mich sehr beeindruckt. Zuerst ging ich zum neuen Platz. In der Mitte befindet sich der Lindwurmbrunnen. Rings um den Platz herum befinden sich große, eindrucksvolle Gebäude. Auch ein Denkmal von Maria Theresia befand sich auf dem Platz. Ich bummelte an der St. Egid Kirche vorbei. Am alten Platz befindet sich eine Pestsäule, die sogenannte Dreifaltigkeitssäule. Ich ging weiter zum Landhaushof. Es ist ein historisch bedeutender und zugleich der representativste Profanbau der Stadt. Jetzt wäre es schön gewesen, einen Reiseführer zu haben, der einem einiges erklärt. So blieb mir nur, die schönen Gebäude zu betrachten, das gute Wetter zu genießen und durch die angrenzenden Straßen zu bummeln. Es herrschte eine richtige Sommerstimmung. Die Menschen schienen den Abend zu genießen. Ich machte einige Erinnerungsfotos und hätte bestimmt noch viele schöne Ecken entdecken können. Ich wollte aber pünktlich zum Abendessen erscheinen und beendete meinen Stadtrundgang.
Das Abendessen sorgte dann für eine Überraschung. Es gab Knoblauchsuppe, wie bei der Mittagspause. Und dann genau wie gestern: Knödel, Sauerkraut und Schweinebraten.

Fahrzeit:4 h 25 Min.
Fahrstrecke:63 km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.