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Donauradweg

Donaueschingen - Ingolstadt

Tag 2: Donaueschingen - Fridingen

durch's Ried...

Nach einem leckeren und reichhaltigem Frühstück, das speziell auf die Bedürfnisse radfahrender Zeitgenossen ausgelegt war und bei dem man sogar verschiedene Körner frisch mahlen konnte, ging es gegen 9.30 Uhr los. Das Wetter war bedeckt, aber trocken. Zuerst fuhren wir zum Zusammenfluß von Breg und Brigach. Ab hier beginnt die eigentliche Donau. Die ersten Kilometer verliefen meist eben durch das sogenannte Ried. Der Fluß schlängelt sich durch weitläufige Wiesen, die um diese Jahreszeit durch die vielen Sumpfdotterblumen überwiegend gelb leuchten. In Pfohren gab es die erste Überraschung. Ein nackter Mann und eine nackte Frau saßen vor einem großen alten Gebäude Wir hielten kurz an und bei näherer Betrachtung stellten wir fest, daß sie ein Künstler aus Stein gehauen hatte. Danach ging es zügig weiter. Mal rechts, mal links der Donau, meist von einer Bahnlinie begleitet. In Immendingen machten wir eine kurze Tee- und Kaffeepause und gratulierten unseren Müttern zum Muttertag. Die Donau, die bis dahin schon ein ansehnlicher Fluß geworden ist, schrumpfte zeitweise zu einem flachen Bach. Da der Boden sehr kalkhaltig ist, versickert ein großer Teil des Wassers in ein unterirdisches Höhlensystem. Außerdem fällt es nach Süden hin ab und bildet 12 km weiter den Aachtopf , die größte Quelle Deutschlands, die als Aach in den Bodensee fließt. Im Sommer soll das Flußbett manchmal ganz austrocknen. Wir lasen aufmerksam die Informationstafeln, die an einigen markanten Versickerungsstellen aufgestellt sind und hatten wieder etwas dazugelernt. Es ging weiter in Richtung Tuttlingen. Am Bahnhofsgelände, leider auf der anderen Donauseite, entdeckte Klaus mehrere ausgemusterte Dampfloks. Da wir den Fluß an dieser Stelle nicht überqueren konnten und auch keinen großen Bogen fahren wollten, betrachteten wir die Loks nur aus der Ferne. Wir finden es schade, daß diese alten Schätzchen so vor sich hin gammeln. In Tuttlingen durchfuhren wir eine Parkanlage, die mit moderner Kunst bestückt war. Da hat sich mal wieder ein Künstler selbst verwirklicht! Mir hat es nicht sonderlich gefallen. In Nendingen legten wir noch mal eine kurze Pause ein. Danach ging es weiter bis Mühlheim. Dort machten wir einen Abstecher in die historische Altstadt .Die war sehr malerisch, lag aber dummerweise in 667 Metern Höhe. Wir mußten kräftig schieben, hatten dafür natürlich auch eine super Aussicht über das Donautal. Runter ging es sehr rasant. Es fing dann auch an, ein paar Tropfen zu regnen. Es dauerte aber nur wenige Minuten. In Fridingen hatten wir von zu Hause aus schon ein Zimmer vorgebucht. Bevor wir das Quartier aufsuchten, aßen wir auf dem Marktplatz ein Eis auf der Hand. Dabei wurden wir auf eine sehr penetrante Art von einem alten Mann angesprochen, der uns unbedingt ein Zimmer für die Nacht aufdrängen wollte. Wir haben ihm klargemacht, daß wir bereits eine Unterkunft gebucht hatten und daß es unverschämt wäre, einfach nicht hinzufahren und ein anderes Zimmer zu nehmen. Kurz nach 17 Uhr erreichten wir unsere Pension. Das Zimmer ist komplett im Stil der 50er Jahre eingerichtet, inklusive Tapete und Lampe. Die Vermieterin macht aber einen netten und freundlichen Eindruck. Nachdem wir uns frisch gemacht hatten gingen wir zurück in die Ortsmitte, um unsere verbrauchten Energien wieder aufzufüllen. Dort lag doch tatsächlich der „Touristenhai“ noch immer auf der Lauer.

Fahrzeit:3:50h
Fahrstrecke:62km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.