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Weserradweg

Han. Münden - Bremerhaven

Tag 5: Wienbergen - Bremen

Orientalische Luxussuite...

Nachdem wir wieder gut geschlafen und sehr gut gefrühstückt hatten, machten wir uns noch ein paar Brote für unterwegs. Unsere nette Wirtin gab uns noch ein paar Tüten zum Einpacken. Wir unterhielten uns noch eine Weile mit ihr und fuhren erst gegen 10 Uhr 15 los. Das Wetter war ideal zum Radfahren, kein Regen, kein Wind und angenehme Temperaturen. Wir kamen flott voran. Kurz vor 12 Uhr waren wir schon in Verden an der Aller. Hier machten wir mit unseren Fahrrädern einen Bummel durch die Innenstadt. Ich kaufte ein schwarzes Gummiband, das ich auf dem Koffer meiner Radtaschen befestigte. Somit hatte ich einen fahrbaren Wäschetrockner. Wenn man am Abend ein Rad - T-Shirt auswäscht, es gut in ein Handtuch einrollt und am nächsten Tag durch die Sonne fährt, ist es in einer halben Stunde trocken. Wir suchten auch noch mal wieder eine Fahrradwerkstatt auf. Dort wollten wir versuchen, für Hildegards Lenkertasche eine neue Befestigung zu kaufen, da sie bei dem kleinen Unfall am Vortag verloren gegangen war. Der Fahrradmonteur sah sich das Rad an und entdeckte dabei, dass die Schutzblechhalterung nicht kaputt, sondern nur lose war. Sie musste nur einfach wieder zusammengesteckt werden. Er dachte bestimmt: typisch Frauen. Bezahlt haben wir seine Bemühungen mit Bonbons, Geld wollte er nicht. Wir hatten wieder einmal Glück gehabt. Einige Kilometer hinter Verden führte unser Weg an einer Storchenaufzuchtstation vorbei. Dort machten wir eine ausgedehnte Pause und beobachteten fasziniert die Störche bei ihren Aktivitäten. Wieder kamen, genau wie am Tag zuvor, uns bekannte Radfahrer vorbei. Auch "unser Speyrer" war wieder dabei. Auch diesmal setzten wir die Fahrt gemeinsam fort. In Achim trennten sich dann endgültig unsere Wege. Obwohl wir laut Karte eigentlich auf der linken Weserseite fahren sollten, blieben wir bis Bremen auf dem rechten Weserufer. Einige Kilometer vor Bremen wurde es ungemütlich. Wir fuhren durch ein riesiges Industriegebiet. Mit Hilfe eines einheimischen Radfahrers, fanden wir dann doch den Weg in Richtung Innenstadt. Direkt das erste Hotel steuerten wir an und versuchten unser Glück. Es war ein kleines Hotel in einer Häuserzeile, nur durch sein Reklameschild als Hotel zu erkennen. Im Haus selbst war nichts mehr frei, aber die Hotelchefin bot uns ein Apartment, ein paar Häuser weiter an. Auf meine Frage, ob wir die Räder auch unterstellen könnten, meinte sie, in dem Wohnzimmer sei Platz genug, wir sollten sie einfach mit rein nehmen. Der Preis war auch o.k. und so stimmten wir zu. Als wir die Wohnungstüre öffneten, blieb uns fast die Spucke weg. Wir konnten es nicht fassen. Es war eine komplette, modern und extravagant eingerichtete Wohnung von ca. 70 m². Im Wohnzimmer befand sich ein offener Kamin, eine große Sitzecke, ein Erker mit einem runden Tisch und eine Einbauküche. Außerdem befanden sich in dem Zimmer drei Betten, ein großes Futonbett und zwei kleinere Futonbetten. Alle Betten hatten Vorhänge aus weißem Baumwollstoff. Außerdem hatte die Wohnung ein Schlafzimmer mit Doppelbett und einem Tüllhimmel darüber. Natürlich gab es auch ein modernes Bad und ein Gäste-WC mit Dusche. Wir hatten das Gefühl, in einer fremden, bewohnten Wohnung zu sein. Wir fragten vorsichtshalber noch einmal nach, ob alles so seine Richtigkeit hat und ob der Preis für ein oder zwei Personen sei. Wir waren irgendwie "total von der Rolle." Nachdem wir uns geduscht und umgezogen hatten, fuhren wir mit der Straßenbahn in die Stadt. Dort trafen wir uns mit Hildegards Neffen Eugen, der in Bremen lebt. Gemeinsam gingen wir mexikanisch essen. Anschließend zeigte er uns noch etwas von der Stadt. Gegen 23 Uhr fuhren wir mit der Straßenbahn zurück zu "unserer" Wohnung. Die Fahrt war etwas unheimlich, es saßen einige verwegene Typen in der Bahn. Wir waren froh, das wir unbehelligt die Wohnung erreichten. Jeder Tag brachte neue Überraschungen.

Fahrzeit:4h
Fahrstrecke:62km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.