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Weserradweg

Han. Münden - Bremerhaven

Tag 8: Brake - Bremerhaven

Mäh, ihr Schafe...

An diesem Morgen wurde uns das Frühstück aufs Zimmer gebracht. Der Kaffe wurde sogar vor unseren Augen frisch aufgebrüht und die Brötchen waren von unserer Wirtin selbst gebacken. So fing der Tag gut an. Hildegard gab den Hausschlüssel schon direkt beim Frühstück ab, damit nicht noch mal das Gleiche passierte, wie am Vortag. Doch trotz aller Vorsicht hatten wir wieder ein Schlüsselerlebnis. Nachdem wir unsere Taschen gepackt hatten und sie nach draußen zu unseren Fahrrädern bringen wollten, kamen wir nur bis zur Haustüre. Unsere Vermieterin hatte sie zugeschlossen. Es gab zwar noch eine Verbindungstüre zur Hauptwohnung, aber die war ebenfalls zu. Auf Klopfen reagierte auch niemand, außerdem hatte unsere Wirtin davon gesprochen, dass sie noch mit ihrem Hund gehen wollte. In der Wohnung befand sich jedoch ein Zettel, auf dem wichtige Telefonnummern verzeichnet waren. Wir also wieder die Treppe hoch zum Anrufen. Ein Glück, dass Hildegard ein Handy hatte. Bevor wir aber telefonieren konnten, kam unsere nette Wirtin schon durch die Türe. Es war ihr schrecklich peinlich, dass sie uns eingesperrt hatte Wir fanden es aber unheimlich lustig und haben fürchterlich gelacht. Die Fahrt ging dadurch eine viertel Stunde später los, aber wir mussten ja nicht zur Arbeit. Das Wetter war wieder prima und die Räder rollten fast von alleine. Wir kamen zügig voran und erreichten ohne Pause die Fähre in Nordenham-Blexen. Die Strecke führte wieder hauptsächlich am Deich entlang. Viele Schafe beobachteten uns kauend und mit verwundertem Gesichtsausdruck. Mäh ihr Schafe. Wir fuhren jetzt vermehrt an Industrieanlagen vorbei. Wir spürten förmlich, dass wir dem Meer näher kamen. Als wir am Fähranleger ankamen, brauchten wir nicht lange zu warten. Die Fähre lief wenige Minuten später ein und kurz darauf wieder aus. Für 4,50 DM fuhren wir über den "großen Teich", bis nach Bremerhaven. Ich war vor einigen Jahren schon mal mit meiner Familie dort. Mir kam alles noch recht bekannt vor. Als erstes fuhren wir zum Bahnhof und kauften die Tickets für den kommenden Tag. Außerdem ließen wir uns schon mal den Fahrplan für die Tour im nächsten Jahr ausdrucken. Danach ging es zum Columbuscenter zur Touristeninformation. Dort besorgte man uns ein Zimmer in einem Hotel im Zentrum. Außerdem erhielten wir einen Stadtplan, auf dem das Hotel eingezeichnet war. Man hatte uns zwar noch ein anderes Hotel vorgeschlagen, aber das war weiter entfernt. Im Hotelführer waren beide Hotels angekreuzt. Wir machten uns auf den Weg zu unserem Hotel. Es sollte ganz in der Nähe liegen. Wir fuhren mehrmals kreuz und quer sämtliche kleinen Straßen ab und fanden das Hotel nicht. Mindestens fünf verschiedene Passanten fragten wir nach dem Weg. Niemand konnte uns genaue Auskunft geben. Nach etwa einer halben Stunde waren wir es leid und wir riefen im Hotel an. Die Dame von der Rezeption war etwas irritiert. Sie hatte keine Buchung vorliegen. Wir schauten nochmals auf den Zettel von der Touristeninformation und stellten fest, dass wir das falsche Hotel in der richtigen Gegend suchten. Wie peinlich. Ich entschuldigte mich und die Dame gab mir eine genaue Wegbeschreibung zum richtigen Hotel. Wir fanden es auf Anhieb. Vorher waren wir einige male daran vorbeigefahren. Das Zimmer war sehr klein, aber für eine Nacht reichte es. Nachdem wir unseren Reisestaub entfernt hatten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg in die Stadt. Leider machten die Geschäfte gerade zu. Ohne hin und herfahren hätten wir noch größere Einkäufe tätigen können. Also mussten wir unser letztes Urlaubsgeld wieder mit nach Hause nehmen. Wir betäubten unseren Frust mit einem Eis. Anschließend gingen wir zum Schiffartsmuseum. Das Museum selbst besuchten wir nicht, dafür aber besichtigten wir ein altes U-Boot aus dem zweiten Weltkrieg. Es war sehr interessant aber gleichzeitig auch beklemmend. Auf engstem Raum mußten 58 Personen leben und arbeiten und das alles unter Wasser. Es gab für niemanden eine Möglichkeit sich zurückzuziehen und alleine zu sein. Überall liefen Leitungen, Kabel und Rohre Es muß beängstigend gewesen sein, dort dabei zu sein. Es war ein Leben wie in einer Konservendose. Nach der U-Bootbesichtigung gingen wir zum Weserufer in Richtung Hafenanlagen. Es gab viel zu sehen. Gut dass wir die Ferngläser dabei hatten. Wir hielten uns lange am Wasser auf und genossen unseren letzten Urlaubstag. Danach gingen wir in ein Steakhaus, wo wir gut und reichlich gegessen haben. Während wir dort saßen, kam eine kräftige Regenschauer herunter. Leider war nun diese tolle und abwechslungsreiche Reise zu Ende. Wir freuten uns aber auch auf zu Hause, dort gab es viel zu erzählen. An diesem Tag fuhren wir nur 36 km und waren 2 ½ Stunden unterwegs.

Fahrzeit:2½h
Fahrstrecke:36km
Gesamte Tour:544km

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