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Weserradweg

Han. Münden - Bremerhaven

Tag 7: Bremen - Brake

Schlüsselerlebnis...

Da wir für den heutigen Tag eine etwas kürzere Strecke geplant hatten, gönnten wir uns eine halbe Stunde mehr Schlaf. Gegen 8 Uhr standen wir auf und waren gegen 10 Uhr reisefertig. Die Fahrräder bepackten wir schon im Wohnzimmer. Kurz danach verließen wir die Wohnung. Hildegard zog die Türe hinter sich zu und bekam fast einen Herzinfarkt. Sie hatte den Schlüssel von innen stecken lassen. Ich dachte gleich an den "Superschlüsseldienst" der Rechnungen von 1000 DM und mehr schreibt und vor dem immer wieder in den Medien gewarnt wird. Mit schlotternden Knien ging Hildegard zum Hotel. Zwei Minuten später kam sie mit einer Hotelangestellten zurück, die sehr freundlich und kein bißchen verärgert war. Mit einem Draht öffnete sie die Türe und das Problem war beseitigt. Uns fiel ein Stein vom Herzen. Erleichtert machten wir uns auf den Weg. Das Wetter meinte es mal wieder gut mit uns. Die Sonne lachte vom Himmel und es blies ein leichter Südwestwind. Zunächst fuhren wir am Weserufer entlang Richtung Stadtmitte. Dort kauften wir Proviant und hatten noch ein kurzes Wiedersehen mit dem Neusser Ehepaar aus dem Zug. Sie wollten am nächsten Tag von Bremen aus, per Bahn, die Heimreise antreten. Auch sie waren von der Tour begeistert. Nach dem Zwischenstopp ging es über die letzte Weserbrücke auf die linke Weserseite. Solch eine Brücke hatte ich vorher noch nie benutzt. Der Radweg verlief seitlich unterhalb der Autospur. Es war ein Gefühl wie bei einem Erdbeben, wenn die Autos über einem hinweg fuhren Der Weg verlief dann einige Kilometer an einem Industriegebiet vorbei. Danach ging es immer am Deich entlang und kurze Stücke auch über den Deich. An einem Jachthafen machten wir unsere Mittagspause. Wir fuhren schneller als sonst und machten weniger, dafür aber längere Pausen. So gefällt es mir am besten. Wir kamen durch viele kleine Orte mit alten Reetdachhäusern. Manchmal hatte man das Gefühl, es seien Puppenhäuser oder man wäre in einem Freilichtmuseum. Kurz vor Elsfleth mußten wir noch eine unfreiwillige Mutprobe bestehen. Der Weg führte über ein hohe Eisenbahnbrücke, nur durch einen Maschendrahtzaun und einem Meter Abstand, von den Gleisen getrennt. Zum Glück kam bei der Überquerung kein Zug vorbei. In Elsfleth erholten wir uns Eiskaffe und Kuchen. Nach etwa zehn Kilometern erreichten wir gegen 16 Uhr Brake. Dort herrschte großer Trubel. Es war Stadtfest. In der Innenstadt standen Buden und Karussells. Über die Touristeninformation fanden wir auch noch eine Unterkunft. Es war wieder mal ein Glücksgriff. Wir bekamen eine kleine aber urgemütliche Ferienwohnung. Die Einrichtung war friesisch blau und weiß. Es war fast zu schade, das wir nicht länger bleiben konnten. Nachdem wir uns geduscht hatten, machten wir einen kleinen Kirmesbummel. Anschließend gingen wir in einem Lokal, direkt am Deich, mit Blick auf die nun schon recht breite Weser und ebenfalls großen Schiffen, essen. Es war mal wieder ausgezeichnet. Wir lebten nicht schlecht. Die Essenszeit hatten wir auch richtig gewählt. Während wir gemütlich im Trockenen saßen, goß es draußen in Strömen. Wir waren relativ früh in der Wohnung und erzählten noch lange, bei gebrannten Mandeln und Wasser, über Gott und die Welt. Kurz bevor wir zu Bett gingen brach dann draußen ein Höllenlärm los. Es krachte an allen Ecken und Kanten. Das dazugehörige Feuerwerk konnten wir leider von unserer Wohnung aus nicht sehen und zum raus gehen waren wir nicht mehr passend angezogen. Der Tag war aber auch ohne Feuerwerk sehr schön.

Fahrzeit:3¾h
Fahrstrecke:60km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.