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Tag 10: Ückeritz - Ahlbeck - Swinemünde - 13.07.2011

Unterwegs mit der Bäderbahn...

Nach dem Frühstück ließen wir unsere Fahrräder im Schuppen und machten uns per Bahn auf den Weg nach Ahlbeck. Das Wetter war trüb und so war die Entscheidung richtig, heute nicht an den Strand zu gehen. In Ahlbeck war wieder Massenansturm auf der Promenade. Die alten, schön herausgeputzten Hotels sahen aus wie zu „Kaiser’s Zeiten“. An fast allen „normalen“ Häusern standen Schilder mit: „Zimmer / Ferienwohnung zu vermieten“. Unter den meisten Schildern stand der Zusatz: „belegt“. Auf den ersten Blick war es auch sehr schön hier, die Strandpromenade, der kleine Park und das Meer. Ich könnte mir aber nicht vorstellen, hier 14 Tage Urlaub zu verbringen. Das wäre mir zu langweilig und außerdem viel zu teuer. Ein Doppelzimmer mit Frühstück in einer Pension kostet hier ca. 95 €; ein Hotelzimmer: Ende offen. Dafür könnte man in anderen Orten oder im Ausland lange Zeit Urlaub machen und hätte weniger Rummel um sich herum. Na ja, zum Glück sind die Geschmäcker verschieden. Wir gingen dann auf die berühmte Seebrücke hinaus. Dort mussten wir sehr an Loriot und „Papa ante Portas“ denken. Der Film war einfach köstlich. Nach einer guten Stunde stiegen wir dann wieder in die Bäderbahn und fuhren über die Grenze nach Swinemünde. Große, heruntergekommene Plattenbauten stießen uns ins Auge. Von der alten Stadt, wie sie vor dem Krieg ausgesehen haben muß, war wenig übrig geblieben. Am Hafen gab es allerhand zu sehen: Ausflugsschiffe, Fähren, große Kriegsschiffe und in der Ferne Ozeandampfer. Wir hielten uns dort längere Zeit auf. Zu Mittag aßen wir dort eine Suppe. Anschließend bummelten wir durch die neugestaltete Fußgängerzone mit einigen schön restaurierten Häusern. Auf dem Weg zurück zur Bahnhaltestelle machten wir in einem netten Fischrestaurant eine Kaffeepause. Als wir gerade gezahlt hatten, setzte Regen ein. Also bestellten wir nochmals einen Kaffe und warteten die Schauer ab. Danach ging es weiter. Es fing aber wieder an zu regnen. Da es am Morgen nicht nach Regen aussah, hatten wir dummerweise unsere Regenjacken im Hotel gelassen. Nach mehrmaligem Unterstellen kamen wir an der Bahn an. Wir fuhren nur zur nächsten Station kurz vor der Grenze und besuchten dort den Polenmarkt. Dort gab es in großen Hallen haufenweise Plagiate; von Kleidung über Taschen und CD’s bis hin zu vielem Kitsch. Natürlich gab’s auch jede Menge Zigaretten. Wir wurden dauernd angesprochen. Wir sahen uns alles an, kauften aber nichts. Draußen am Straßenrand standen Händler, die Obst, Gemüse und gleichzeitig hochgiftige Pflanzenschutzmittel verkauften. Außerdem wurden nachgemachte Motorsägen angeboten, garantiert nicht TÜV-geprüft und ohne Garantie. Wir fuhren dann mit der Bahn nach Ückeritz zurück. Dort kauften wir Obst und Getränke für die morgige Heimfahrt. Am Abend gingen wir noch einmal sehr gut essen. Ein schöner Urlaub ist leider wieder zu Ende.

Gesamte Tour:570km

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