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Elberadweg, Teil 1

Bad Schandau - Magdeburg

Tag 4: Dresden - 28.04.2008

Soweit die Füße tragen...

Zur üblichen Zeit, um 8.30 Uhr saßen wir am Frühstückstisch. Heute hatten wir keine Eile. Gegen 10.30 Uhr fuhren wir mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Bei Sonnenlicht fanden wir die Haltestelle in wenigen Minuten. Kurze Zeit später waren wir auch schon in der Stadt. Natürlich ging unser erster Weg wieder zur Frauenkirche. Wieder Erwarten brauchten wir nicht anzustehen oder Eintritt zu bezahlen. Es waren viele Besucher in der Kirche, sie war aber nicht überfüllt. Sie war wirklich sehr sehr schön. Helle Pastellfarben und ein prunkvoller Altarraum mit vielen Goldverzierungen und großen darüberstehenden Orgelpfeifen ließen den Raum freundlich und hell erstrahlen. Die Kirche ist ein Rundbau und, obwohl sie Platz für 1800 Menschen bietet, wirkt sie nicht übermäßig groß. Es gibt insgesamt fünf Emporen. Von dort ist der Blick sicherlich besonders schön. Dorthin gelangt man nur nach vorheriger Anmeldung und mit einem Führer. Es ist schon etwas ganz Besonderes, diese Kirche, die in den letzten Kriegsjahren völlig zerstört wurde, in dieser Pracht zu sehen. Vor ca. 8 Jahren habe ich sie von außen beim Wiederaufbau zum ersten mal gesehen. Sie ist ein wunderschönes Gotteshaus und für viele Menschen, nicht nur in Dresden, ein Sinnbild für Neuanfang. Nachdem wir uns die Kirche von innen angesehen hatten, wollten wir in jedem Fall noch die Aussichtsplattform über der Kuppel besteigen. 8€ Eintritt sind nicht preiswert, aber sie haben sich gelohnt. Zuerst fuhren wir einige Stockwerke mit einem Aufzug hinauf. Dann ging es über einen ansteigenden Gang immer höher hinauf. Dabei konnte man durch innen gelegene Fenster ins Innere der Frauenkirche sehen. Die letzten Meter führten über eine Eisentreppe nach draußen zur Kuppelspitze. Von hier hatten wir einen phantastischen Ausblick über Dresden, die Elbe und die Umgebung. Das Wetter war sonnig und klar und wir genossen das Stadtpanorama. Man hätte vielleicht auch von einem anderen Turm der Stadt eine ähnliche Aussicht gehabt, aber den Blick ins Kircheninnere beim Auf- und Abstieg hätten wir verpaßt. Nachdem wir die Frauenkirche verlassen hatten, gingen wir durch die Augustusstraße an der Ahnengalerie, dem sogenannten Fürstenzug vorbei. Es ist ein Wandfries auf dem 35 Herrscher zu Pferde aus dem Hause Wettin von 1127-1904 dargestellt sind; außerdem noch Adlige, Militärs, Künstler, Gelehrte und der Schöpfer und seine Gehilfen. Es besteht aus Meissner Kacheln und ist das größte Porzellanbild der Welt. Danach gingen wir weiter zum Schloßplatz und kamen an der Kath. Hofkirche und am Ständehaus vorbei. Wir gelangten dann zum Theaterplatz. Dort befindet sich auf der rechten Seite die berühmte Semperoper und geradeaus der Zwinger. So viele berühmte Gebäude so nah beieinander sind schon beeindruckend. Für den Zwinger nahmen wir uns sehr viel Zeit. Diese vielen Eindrücke kann man nicht wiedergeben. Alles, was wir sahen, war phantastisch. Heute besichtigten wir nur die Außenanlagen. Für morgen haben wir uns einige Museumsbesuche vorgenommen. Unsere Fotoapparate mußten wieder mal alles geben. Hildegard mußte an ihrer Kamera schon nach drei Tagen die Batterien austauschen. Die Zeit verging wie im Fluge und um 13.30 Uhr machten wir langsam schlapp. In einer Pizzeria füllten wir unsere eigenen Batterien wieder auf und gönnten unseren Füßen eine Verschnaufpause. Anschließend versuchten wir in die Semperoper zu gelangen. Leider gab es am Nachmittag keine Besichtigungsmöglichkeit mehr und auch am Folgetag war wegen Probe geschlossen. Schade, aber es gab ja noch einiges Andere zu sehen. Wir gingen ein Stück auf die Augustusbrücke, um die Silhouette der Stadt zu bewundern. Danach gingen wir über die Brühlschen Terrassen bis zum Park vor der Hochschule der bildenden Künste. Wir hatten einen weiten Blick über die Elbe und auf Dresden Neustadt. Nun machten wir uns auf die Suche nach dem Pulverturmkeller .Alfred, Hildegards Mann, hatte dieses Restaurant vor einigen Jahren mit Kollegen besucht und es Hildegard wärmstens empfohlen. Wir fanden es in unmittelbarer Nähe der Frauenkirche. Der Name war leicht irreführend. Wir hielten Ausschau nach einem Turm. Den gab es schon lange nicht mehr, sondern nur die Reste eines alten Kellers von einem früheren Pulverturm. Es war ein sehr uriges Restaurant. Wir fühlten uns in einen Rittersaal oder in eine alte Schloßküche versetzt. Die Räume waren rustikal eingerichtet und mit Gegenständen aus dem Mittelalter dekoriert. Wir tranken nur einen Kaffee. Da am Nachmittag kaum Gäste anwesend waren, konnten wir uns alles in Ruhe ansehen Für den Abend reservierten wir uns einen Tisch. Nach dieser kleinen Pause fuhren wir mit der Straßenbahn über die Carolabrücke auf die andere Elbseite. Vom Albertsplatz gingen wir zur Pfundsmolkerei. Es ist der schönste Milchladen der Welt. Wände und Decken sind mit farbigen Majolikafliesen der Firma Villeroy und Boch geschmückt. Es gibt auch heute noch die verschiedenen Molkereiprodukte zu kaufen. Nebenan besuchten wir noch kurz einen Senfladen. Anschließend wollten wir uns noch die Neustadt weiter ansehen, aber die vielen Punks und das ungepflegte und heruntergekommene Stadtbild ließen uns unsere Pläne ändern. Wir fuhren mit der Straßenbahn zurück bis zum Bahnhof und liefen dann an der Shoppingmeile vorbei zurück bis zur Altstadt. Pünktlich um 20 Uhr erreichten wir wieder den Pulverturmkeller. Zum Glück hatten wir einen Tisch reserviert. Das Restaurant war bis auf den letzten Platz gefüllt. Passend zur Einrichtung war das Personal in mittelalterliche Gewänder gekleidet. Gaukler und Musikanten unterhielten die Gäste. Das Essen war wie erwartet hervorragend. Unsere Heimfahrt verlief im Gegensatz zum Vortag unspektakulär. Wir hatten uns den Weg gemerkt und erreichten kurz nach 22 Uhr unsere kleine Ferienwohnung.

Fahrzeit:-
Fahrstrecke:-

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.