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Elberadweg, Teil 1

Bad Schandau - Magdeburg

Tag 6: Dresden - Belgern - 30.04.2008

In letzter Minute...

Heute wollten wir Dresden wieder verlassen, mit der festen Absicht, bald mal wieder zu kommen und uns die beiden Museen und viele Dinge anzusehen, die wir leider in der kurzen Zeit nicht geschafft hatten. Das Wetter sah gut aus und schon gegen 9.20 Uhr saßen wir auf den Rädern. Wir fuhren noch mal durch den großen Garten und waren nach 4,44 km schon an der Frauenkirche. Dort schossen wir noch ein paar Abschiedsfotos und suchten den Elberadweg in Richtung Meißen. Alles lief wie geschmiert. Wir fanden schnell die Radwegschilder. Wir kamen auch direkt an Yenize vorbei, einer ehemaligen Zigarrenfabrik, die wie eine Moschee gebaut ist. Auf der Hinfahrt im Zug hatten wir dieses markante Gebäude schon von weitem gesehen. Jetzt wird das Gebäude für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Danach führte der Weg am Eissportgelände vorbei und schon hatten wir die Stadt hinter uns gelassen. In Niederwartha wechselten wir das Ufer und kamen zügig nach Meißen. Die bekannte Silhouette der Stadt, mit dem hochgelegenen Schloß und dem Dom, war schon von weitem zu erkennen. Wir überquerten die Elbe wieder und fuhren bis zum Rathaus. Auf dem Marktplatz davor aßen wir eine Suppe und machten von den schönen Häusern und der Kirche rings um den Platz ein paar Aufnahmen. Wir schoben anschließend unsere Räder Richtung Dom und Albrechtsburg. Da uns der Weg aber zu steil wurde, gingen wir unterhalb der Burg zur Elbe hinunter. Bei der nächsten Brücke überquerten wir wieder den Fluß und setzten unseren Weg auf der rechten Elbseite fort. Ab und zu sahen wir ein Ausflugsschiff oder kleine Kanadier, Berufsschiffer sahen wir nicht. Auf dem Radweg kamen uns häufig Reiseradler entgegen, oder wir wurden von einigen überholt. Manchmal fuhren wir auch an einigen vorbei. Wir merkten schon, daß wir auf einem beliebten Fernradweg unterwegs waren. Wir sahen auch häufig Hinweisschilder auf Radlerimbiß oder Übernachtungsmöglichkeiten. Der Weg selbst war in hervorragendem Zustand, meist geteert oder gepflastert. Nur wenige Stellen waren unbefestigt oder mit groben Natursteinen gepflastert. Wir waren von den Weinhängen überrascht, da sächsischer Wein bei uns zu Hause so gut wie unbekannt ist. Bis zum Rittergut in Merschwitz fuhren wir durch eine Mittelgebirgslandschaft. Dort hörte das Gebirge plötzlich auf. Die Landschaft wurde jetzt flach. Es erinnerte vieles an den Weserradweg, der landschaftlich auch „zweigeteilt“ ist. Der Weg verlief fast immer in Sichtweite der Elbe. Wir fuhren an kleinen Dörfern vorbei. Die gelben Rapsfelder blühten mit den Obstbäumen, dem Flieder und den Tulpen um die Wette. Meist schien die Sonne und es war warm genug im kurzärmigen T-Shirt zu fahren. In Lorenzkirch machten wir auf einer Wiese unter einem Baum eine kurze Pause. Hildegard aß einen Apfel und warf das Kerngehäuse auf die Wiese. Manche Kleintiere oder Insekten freuen sich darüber, ansonsten wird es zu Humus. Ein Anwohner hatte das beobachtet und wütend stellte er sie zur Rede. Er fand es unverschämt, Abfall weg zu werfen. Hildegard erklärte, daß das in ihren Augen kein Abfall sei und sie niemals wirklichen Abfall in die Natur werfen würde. Er hörte überhaupt nicht zu und meinte, er könne Radfahrer sowieso nicht leiden. Wir haben uns über den Mann ziemlich geärgert. In Kreinitz machten wir an einem Gasthaus nochmals eine Pause. Danach ging es weiter bis Mühlberg. Dort wollten wir mit der Fähre übersetzen. Der Weg durch den Ort war sehr holprig gepflastert. Außerdem wurde eine Brücke über die Elbe gebaut und der Straßenverlauf zur Fähre war dadurch umgeleitet. Ein Passant rief uns vom Straßenrand zu.“ Wenn ihr über die Elbe wollt, müßt ihr euch beeilen, die Fähre fährt nur bis 18 Uhr.“ Ich hielt das für einen Scherz und glaubte, der Mann wollte uns nur ein bischen antreiben. Aber es war tatsächlich so. Es war 17.58 Uhr, als wir die Fähre erreichten. Zwei junge Radfahrer kamen fast gleichzeitig mit uns an. Sie sahen aus, als hätten sie gerade ein Rennen gefahren. Sie wollten ebenfalls mit ihren beiden Freundinnen über die Elbe. Sie waren schon vorausgerast, um die Fähre so lange anzuhalten, bis die beiden Mädels hinterher kamen. Der Fährmann war zwar schon seid 6 Uhr auf den Beinen, ließ sich aber „breitschlagen“ und wartete, bis die beiden Freundinnen auch da waren. Wir hatten nicht auf die Fährzeiten geachtet, waren aber im nachhinein heilfroh, daß wir rechtzeitig da waren. Wir hatten in Belgern telefonisch von unterwegs ein Zimmer gebucht. Entweder hätten wir dort absagen müssen und am anderen Ufer etwas suchen müssen, oder 20 km weiter bis Torgau fahren, dort über die Brücke und dann zurück nach Belgern fahren müssen. Zum Glück blieb uns das erspart. Die letzten Kilometer zu unserer Unterkunft fuhren wir über die Landsstraße. Wir fanden das Haus auf Anhieb und waren froh, endlich vom Rad steigen zu können. Bevor wir die Elbetour begonnen hatten, hatte Hildegard so gut wie keine Kilometer auf dem Tacho. Sie hat sich tapfer geschlagen. Ihr einziges Problem waren ihre zu engen Schuhe. Sie hat sie unterwegs gegen normale Straßenschuhe getauscht. Nach dem Duschen gingen wir in den Ortskern. Nur ein kleines Steakhaus hatte geöffnet. Das Essen war gut und wir erhielten ungefragt noch etwas Nachhilfeunterricht in deutsch- deutscher Geschichte.

Fahrzeit:5:50h
Fahrstrecke:93km

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