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Elberadweg, Teil 1

Bad Schandau - Magdeburg

Tag 8: Elster - Aken - 02.05.2008

Plattfuß...

Der Tag begann mit einem hervorragenden Frühstück. Es gab außer Brötchen / Brot, Marmelade, Käse und Wurst, einen Teller mit Gurken, Tomaten, Paprika und Radieschen; dazu kamen noch frische Erdbeeren, Bananenstückchen und Orangenscheiben. Bei so einem Start in den Tag, kann der nur schön werden! Das Wetter sah auch vielversprechend aus. Zunächst fuhren wir ein Stück unseren Radweg zurück zu einem Fahrradgeschäft, weil Hildegards Tacho streikte. Leider konnte der Fahrradhändler den Fehler nicht finden und so entschied Hildegard sich, einen neuen zu kaufen. Ohne Kilometerzähler macht eine Radtour keinen Spaß. Im Laden herrschte Hochbetrieb und weil wir anschließend in einem Supermarkt noch Speisen und Getränke kauften, verließen wir Elster erst gegen 10.30 Uhr. Leider hatten wir, wie am Vortag, kräftigen Gegenwind. Der Weg verlief durch viele Wiesen. Gegen 12 Uhr erreichten wir die Lutherstadt Wittenberg. Der Elberadweg führt mitten durch die sehenswerte Innenstadt. Auf dem Marktplatz, vor dem Rathaus und in Sichtweite der Stadtkirche, machten wir eine kurze Kaffeepause. Dabei kamen wir mit zwei Frauen ins Gespräch. Sie empfahlen uns schon heute ein Zimmer in Magdeburg zu buchen, da dort am Samstag ein wichtiges Fußballspiel stattfinden sollte und viele auswärtige Fans erwartet würden. Wir buchten dann auch gleich ein Zimmer und hatten somit eine Sorge weniger. Es ging weiter, an der berühmten Schloßkirche vorbei. Der Radweg war neu angelegt und führte in großen Schleifen entlang der Elbe durch eine Feuchtwiesenlandschaft. Er ließ sich gut befahren. Das Tempo wurde aber in den Ortsdurchfahrten oft durch grobes, unregelmäßiges Natursteinpflaster abgebremst. In Coswig setzten wir mit der Fähre auf die westliche Elbseite über. Bei der Überfahrt hatten wir einen schönen Blick auf das Schloß. Danach folgte eine 6 km lange, schnurgerade Straße bis zum Wörlitzer Park. Es ist eine über 100 ha große Parkanlage mit vielen Kanälen, Inseln, einzelnen Gärten und Wirtschaftsflächen. Sie entstand während der Regierungszeit des Fürsten Leopold III Friedrich Franz von Anhalt-Dessau ( 1758-1817). Er grenzt sich nicht von der umgebenen Landschaft ab, sondern bezieht diese mit ein. Leider reichte unsere Zeit nicht, den Park zu besichtigen. Wir machten jedoch in einem Gartencafe eine Kaffee- und Kuchenpause. Das hatte uns gut getan. Frisch gestärkt und ausgeruht fuhren wir weiter über einen schnurgeraden Damm. Danach folgte ein großes Waldgebiet. Ohne den Gegenwind ließ es sich hier wunderbar fahren. Leider lagen an vielen Stellen zerbrochene Flaschen, die am Vortag beim Vatertag einfach weggeworfen worden waren. Das muß doch nicht sein! Auf einem Feld, das gerade gepflügt wurde, stolzierten sieben Störche auf der Suche nach Futter umher. So was sieht man bei uns zu Hause nicht. Wir befanden uns mittlerweile ja auch im Biosphärenreservat Mittlere Elbe. Wir gelangten zur Mulde und überquerten sie auf einer gedeckten Holzbrücke. Das Wetter war etwas unbeständig. Mehrfach regnete es leicht; doch meist, wenn wir die Regensachen angezogen hatten, hörte es wieder auf. Als wir Großkühnau erreichten, wurde der Himmel doch sehr dunkel und in der Ferne hörte man Gewittergrummeln. Dann fing es auch heftig an zu regnen. Da wir bereits ein Zimmer in Aken reserviert hatten, entschlossen wir uns, erst zu Abend zu essen und dann weiter zu fahren. Wir fanden auch schnell einen schönen Gasthof und bekamen ein ausgezeichnetes Essen. Vorher riefen wir in der Pension an, damit unser Zimmer nicht anderweitig belegt würde. Am Nebentisch saß ein Ehepaar aus Utrecht, mit denen wir ins Gespräch kamen. Sie befuhren ebenfalls den Elberadweg, waren aber in Prag gestartet. Nach dem Essen wollten wir schnell die letzten 10 km unter die Reifen nehmen, stellten aber entsetzt fest, daß Hildegards Hinterrad platt war. Das hatte uns gerade noch gefehlt! Gemeinsam mit dem freundlichen Holländer suchten wir nach dem Loch im Reifen. Wir fanden nichts. Hatte sich da jemand einen Scherz erlaubt? Wir pumpten das Rad wieder auf und fuhren mit einem unguten Gefühl los. Zum Glück regnete es nicht mehr. Wir brauchten nicht nachzupumpen, aber die Schaltung spielte verrückt. Das werden wir morgen in einer Werkstatt überprüfen lassen. Erst gegen 21 Uhr erreichten wir unsere Pension in Aken.

Fahrzeit:5:25h
Fahrstrecke:76km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.