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Donauradweg 4

Wien - Budapest

Tag 5: Bana - Labatlan - 11.07.2010

Über die Weinberge...

Nach einem guten Frühstück auf der Terrasse ging es gegen 9.45 Uhr los. Zügig erreichten wir Babolna. Den Besuch des Pferdegestüts schenkten wir uns. Im Nachhinein war es wohl ein Fehler. Es soll sehr schön sein. Wir wollten aber heute erst mal ein paar km hinter uns bringen und nicht direkt mit einer großen Pause anfangen. Wir fuhren nicht die Hauptroute über Komaron, sondern nahmen den direkten Weg nach Tata. Auf den riesigen Feldern wuchsen, genau wie an den vergangenen Tagen, Mais, Getreide und Sonnenblumen; jedoch war das Gelände leicht hügelig. Zusammen mit den hohen Temperaturen war der Weg ziemlich schweißtreibend. Teilweise sind wir ein Stück gelaufen. In Kocs machten wir um Punkt 12 Uhr eine Trinkpause. Die Getränke, die wir mit hatten, waren nach kurzer Zeit lauwarm und schmeckten dementsprechend. Da tat es gut, wenn es in einer Dorfkneipe gekühlte Getränke gab. Derart erfrischt ging es dann weiter bis Tata. Im Reiseführer wurde die Stadt in den höchsten Tönen angepriesen. Wir waren neugierig und freuten uns schon auf eine längere Pause. Zunächst erreichten wir die Pfarrkirche Heiligenkreuz. Danach führte der Weg durch einen kleinen Park zum Öreg-to, einem großen See (der Alte See), und weiter zur Burg Tata. Dort herrschte lebhafter Touristenbetrieb und die vorhandenen Gastronomie schien dementsprechend teuer zu sein. Wir fuhren um die Burg herum und wollten dann ins Stadtzentrum, um dort etwas zu essen und zu trinken. Wir fanden aber nichts. Ein junges Pärchen erklärte uns den Weg zum englischen Garten. Dort befindet sich ein kleiner See. Wir freuten uns schon auf etwas Leckeres, aber außer einer kleinen Imbißstube, die nur Getränke verkaufte, gab’s dort auch nichts. Nach einer kurzen Pause fuhren wir etwas enttäuscht weiter. Heute wollten wir nicht weit fahren. Wir hatten Szomod oder Dunaszentmiklos als Tagesziel angedacht. Klaus schaffte die Steigung nach Szomod ohne Mühe. So entschlossen wir uns bis zum nächsten Ort weiter zu fahren. An fahren war aber bald nicht mehr zu denken. Gute drei Kilometer sind wir gekrochen. Es ging stetig bergauf. Die Sonne brannte, die Fahrräder waren schwer und wir schwitzten wie in der Sauna. Alle paar Meter mußten wir stehen bleiben und etwas lauwarmes Wasser trinken. Der Asphalt war so heiß, daß Klaus beim Absteigen sogar einen Fußabdruck hinterließ. Einige Radfahrer ohne Gepäck überholten uns fahrenderweise. Nach einer Ewigkeit hatten auch wir es geschafft und kamen in Dunaszentmiklos an. Für Autos war das letzte Stück den Weges gesperrt. Das hatte einen guten Grund. Die Straße und einige Häuser waren durch einen Erdrutsch, infolge starken Regens, abgesackt! Die betroffenen Häuser sind unbewohnbar und müssen wohl abgerissen werden. Die Aussicht von hier oben war sehr schön. In einem netten Restaurant tranken wir einen Kaffee bzw. Tee. Dort gab es aber keine Fremdenzimmer. Der Wirt zeigte uns den Weg zu einer Pension. Leider erreichten wir dort niemanden. Auch telefonische Versuche, eine Unterkunft in diesem Ort zu finden, schlugen fehl. Es blieb uns nichts anderes übrig, als weiter zu fahren. Wir mußten nur noch einen kleinen Anstieg bewältigen. Dann hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf die Donau, die Weinberge und das gegenüberliegende tschechische Ufer. Es gab hier zwar ein sehr schönes Hotel, aber da der Weg jetzt nur noch bergab ging, entschieden wir uns, bis zum nächsten Ort weiter zu fahren. Das ging aber trotzdem nur langsam, da der Weg in einem sehr schlechten Zustand war. Als wir die Bundesstraße erreicht hatten, suchten wir verstärkt nach einem Zimmer. Erst in Labatlan hatten wir Erfolg. Kurz vor Toresschluß fanden wir ein Hotel direkt am Donauufer. Wir erhielten ein Zimmer, das etwas muffig roch, aber jetzt hatten wir keinen Nerv mehr weiter zu fahren. Die Küche hatte eigentlich auch schon geschlossen. Wir bekamen aber trotzdem noch auf die schnelle Schnitzel mit Pommes. Der Kellner war sehr freundlich und sprach gut deutsch. Wir konnten noch ein paar Getränke bunkern. Dann verließ die komplette Hotelmannschaft das Haus. Jetzt waren nur noch eine fünfköpfige österreichische Familie und wir im Haus. Sie waren ebenso wie wir auf Radtour. Unsere Fahrräder standen übrigens im Gastraum.

Fahrzeit:5h
Fahrstrecke:63km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.