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Deutschland Ost-West

Zittau - Aachen

Tag 4: Dresden - Chemnitz - 13.07.2012

Berg und Talfahrt...

Heute ist Freitag der 13. und einige schwarze Katzen sind auch von links nach rechts über die Straße gelaufen, trotzdem ist nichts passiert. Jetzt, beim Schreiben des Tagebuchs, muß ich aber zugeben, daß ich sehr erledigt bin. Es sind heute 95 km Berg- und Talfahrt geworden. Ich hatte mit 70-80 km gerechnet; natürlich auch mit Bergen. Die kürzeren Strecken von Dresden nach Chemnitz sind zum einen für Radfahrer verboten, oder lebensgefährlich, sie wären über die A4 oder die B 173 gegangen. Mein Weg war in jedem Fall schöner, führte aber im Zickzack von Dresden nach Chemnitz. In Dresden fand ich sofort an der ersten Kreuzung ein Schild mit der Aufschrift: Ost-West Route. Super! Diesem Schild mußte ich jetzt einfach nur noch nachfahren. Nach wenigen Kilometern gab es dieses Schild aber nicht mehr und ich hielt nach "normalen" Schildern Ausschau. Ich steckte dann in diversen Wohngebieten fest. Die Passanten, die ich nach dem Weg fragte, wollten mich immer auf die Bundesstraße schicken. Es gab hier vermutlich nur Autofahrer. In Pesterwitz wollte ich eigentlich nur ein paar Briefmarken kaufen, aber da kam mir der spontane Geistesblitz, ein paar Dinge nach Hause zu schicken. Ich hatte mal wieder zu viel mitgenommen. Abends fein ausgehen wollte ich eh nicht und jedes Gramm wiegt beim Rauffahren oder Schieben doppelt. Also ein Paket gepackt und weg damit. Nun ging es zunächst rasant den Berg runter. Ich fuhr über Freital nach Tharandt und wollte dann Richtung Naundorf. Auf der Karte war ein direkter Weg durch einen Wald eingezeichnet. Als ich aber den Abzweig erreichte und auf dem Schild sah, welche Steigung auf mich zukommen würde, beschloß ich, doch die längere Radroute um den Berg herum zu nehmen. Der Weg führte über kleine Straßen durch Spechtshausen und Pohrsdorf. Dann folgte eine lange Abfahrt durch den Wald auf einem unbefestigten Weg nach Grund. Ich mußte höllisch aufpassen, daß ich nicht rutschte. Der Weg war steil und vom Regen aufgeweicht. Trotzdem freute ich mich über jede Abfahrt. Besser einmal nicht kräftig in die Pedale treten oder laufen, dafür aber bremsen müssen. Nachdem der Weg um den Tharanterwald geschafft war, kam ich langsam in Richtung Freiberg. Eigentlich wollte ich hier eine Pause machen; zumal die Stadt sehr schön ist, aber die Uhr zeigte bereits halb drei und ich hatte noch einen weiten Weg vor mir. Ich habe zwischendurch reichlich Wasser getrunken, Bananen oder ein paar Nußplätzchen gegessen. Das war wie auftanken und es ging wieder eine Weile besser. Der Weg führte weiter über Frankenstein und Oederan. Dort kam ich an einem alten Eisenbahnviadukt vorbei. Danach folgte ein schöner Weg an der Plöha entlang. Ein freundlicher, fitter Rentner änderte extra seine Tour und fuhr auf dem Rad bis Niederwiesa vor mir her. Danach mußte er nach Hause, da seine Frau mit dem Abendessen wartete. Gegen 19.30 Uhr hatte ich mein Tagesziel, die neue DJH in Chemnitz erreicht. Das, was ich auf der Fahrt durch die Stadt gesehen hatte, gefiel mir nicht besonders; viele heruntergekommene, mit Graffiti verschmierte Plattenbauten. Im Zentrum gab es einige hochmoderne Gebäude, doch das Publikum, das sich auf den Plätzen davor aufhielt, sah nicht gerade vertrauenserweckend aus. U.a. Punks mit Hunden und andere herumlungernde Typen mit Bierdosen. Deshalb hatte ich keine Lust mehr zum Essen in die Stadt zu gehen, sondern begnügte mich mit einem kalten Abendbrot in der JH. Zu meiner Beruhigung erfuhr ich, daß ein anderer Radfahrer, der ebenfalls aus Dresden gekommen war, auch 92 km gefahren ist. Ich war also gar nicht so schlecht.

Fahrzeit:7:40h
Fahrstrecke:95km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.