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Deutschland Ost-West

Zittau - Aachen

Tag 7: Lobeda - Molsdorf - 16.07.2012

Thüringer Städekette...

Etwa gegen 9 Uhr ging es wie üblich los. Wenn ich der Beschreibung des Wirts gefolgt wäre, um zur Innenstadt von Jena zu gelangen, hätte ich mein Rad über eine Fußgängerbrücke schleppen müßen. Ich erinnerte mich aber daran, daß ich am Abend durch einen Fußgängertunnel gefahren war. Den fand ich auch schnell wieder und schon befand ich mich auf dem Radweg: "Thüringer Städtekette". Jena wirkte auf mich lebendig und modern. Viele junge Leute bevölkerten die Innenstadt und ließen erkennen, daß Jena eine Universitätsstadt ist. Ich fuhr an den Optischen Werken vorbei, die für die Stadt eine herausragende Bedeutung besitzen. Der Weg war gut ausgeschildert. Nach einigen Kilometern an der B 7 entlang, führte er über einen geschotterten Waldweg. Später verlief ein geteerter Weg neben einer Bahnlinie bis Weimar. Bevor ich in die Innenstadt gelangte, durchfuhr ich den Park an der Ilm. Seine Entstehung ist eng mit Goethes Leben und Wirken in Weimar verbunden. Er entstand in der Zeit zwischen 1778 und 1828. Ich kam am römischen Haus und auch an Goethes Gartenhaus vorbei. Zu einer Besichtigung hatte ich aber keine rechte Lust. Über die Sternbrücke gelangte ich zum Stadtschloß. Es ging dann weiter zum Marktplatz. Ich machte zu Fuß, mein Rad schiebend, einen kleinen Stadtrundgang. Was mir besonders gefiel, war ein Streichorchester, das aus einer Grundschulklasse bestand, die in der Fußgängerzone den Passanten ihr Können vorführte. Die kleinen Künstler waren hoch motiviert bei der Sache. Mein Weg führte dann an Goethe und Schiller vorbei, die versteinert auf die Menschen des 20. Jahrhunderts herunterblickten. Ich verließ die Stadt und machte in einem kleinen Gasthaus in Tröbsdorf eine kurze Mittagspause. Nach Kaffee und Gulaschsuppe ging es gestärkt in Richtung Erfurt. Unterwegs begleitete mich eine ganze Weile ein fitter 74jähriger Radler aus Weimar, der auf Nachmittagsrunde unterwegs war. Wegen einer Baustelle wurde der Weg umgeleitet, da half mir seine Ortskenntnis weiter. Am frühen Nachmittag erreichte ich Erfurt. Eigentlich hatte ich vor, in der dortigen JH zu übernachten. Ich hatte bereits morgens dort angerufen und sollte mich am Nachmittag noch mal melden, falls evtl. jemand abgesagt hätte, aber leider war das nicht der Fall. In der Innenstadt wuselte es nur so vor Menschen. Irgendein kulturelles Großereignis fand zur Zeit statt. Vor einigen Jahren war ich schon einmal in Erfurt. Damals konnte man sich die Stadt in Ruhe ansehen, jetzt war es unmöglich. Eine Unterkunft zu bekommen war ebenfalls aussichtslos. Somit ging es nach einer Weile auf dem Radweg weiter. Ich hielt die Augen auf, um ja kein Schild: Pension oder Gasthof zu übersehen. Es war nichts zu finden. Ich fragte verschiedene Passanten, aber erst in Bischleben gab es eine Pension. Leider war die ausgebucht, aber der Vermieter gab mir den Tipp, es in Molsdorf zu versuchen. Der Gasthof hatte zwar Ruhetag, aber trotzdem bekam ich das letzte Zimmer. Heute hatte es zum ersten Mal nicht geregnet, dafür war es aber wieder recht windig. Die Steigungen waren erträglich, oder ich hatte mich mittlerweile ans Hochfahren gewöhnt. Für Juli war es aber entschieden zu kalt.

Fahrzeit:6:12h
Fahrstrecke:76km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.