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Deutschland Ost-West

Zittau - Aachen

Tag 11: Cölbe - Siegen Truppach - 20.07.2012

Couchsurfing...

In dieser Nacht hatte ich sehr schlecht geschlafen, da halbstündlich eine Bahn am Haus entlang fuhr. Deshalb stand ich schon um 7 Uhr auf und saß eine Stunde später bereits auf dem Rad. Zunächst lief es überraschend gut. Zum ersten Mal auf der Tour hatte ich keinen Gegenwind und es war flach. Nur der Regen blieb mir mal mehr, mal weniger, erhalten. Um 10 Uhr war ich in Biedenkopf und schon um 11Uhr in Bad Laasphe. Hier legte ich erst mal eine gemütliche Pause ein und erkundigte mich in der Touristeninformation nach dem besten Weg nach Siegen. Mit dem Gedanken, am frühen Nachmittag in Siegen zu sein, ging es weiter. Ich fuhr den D 4 Weg weiter bis Banfe. Im Ort mußte ich den Abzweig in Richtung Lahnquelle etwas suchen. Freudingen war ausgeschildert, aber das war die falsche Richtung. Ein freundlicher Dorfbewohner erklärte mir, daß der Weg richtig sei und er sich später teilen würde. Ich müsse nur noch erst einen Berg hinauf. Die Straße sei aber in schlechtem Zustand, womit er absolut recht hatte. Stundenlang quälte ich mich zur Lahnquelle hoch, meistens schiebend. Wenn es zwischendurch mal ein kurzes Stück bergab ging, konnte ich aber auf Grund der miserablen und nassen Straße, mein Rad nur mit angezogenen Bremsen rollen lassen. An der Lahnquelle kam es dann zum Frustessen in Form eines leckeren Stück Apfelkuchens mit Kakao. Die Bedienung erklärte mir auf meine Frage nach dem Weg nach Netphen, ich müsse nur noch ca. drei Kilometer geradeaus bis zur Siegquelle, dann zur Ederquelle, dann hinunter an der Obernautalsperre vorbei und schon wäre ich in Netphen. Es klang ganz einfach. Die schnurgerade Straße zur Siegquelle war zwar nicht mehr ganz so steil, wie der Weg vorher, aber trotzdem mußte ich ab und zu schieben. Hier oben, auf der Eisenstraße konnte man noch deutlich die Schäden, die der Sturm Kyrill vor fünf Jahren hinterlassen hatte, erkennen. An der Siegquelle wurden ein paar Fotos geschossen und wenige Meter weiter war auch schon die Ederquelle. Dann ging es, so schnell die schlechte Straße es erlaubte, den Berg hinab. Unten angekommen, als ich das Schild: Lützel las, kam das böse Erwachen. Ich war zu weit geradeaus gefahren. Ich hätte heulen können. Einige Male fuhr ich die Straße auf und ab, aber nirgends entdeckte ich eine Möglichkeit, ohne großen Umweg, oder ohne den Berg wieder hinauf zu müssen, nach Siegen zu gelangen. Ein freundlicher Mann erklärte mir dann einen ziemlich direkten Weg nach Netphen. Das war der absolut schwierigste und steilste Weg, den ich jemals im Leben mit einem Fahrrad bewältigt hatte. An fahren war nicht zu denken, aber Hauptsache, ich kam heil unten an. Ich mußte beide Bremsen ziehen und mich gegen mein Rad stemmen, um auf den steilen und rutschigen Waldweg, der mit großen Steinbrocken übersäht war, heil ins Tal zu kommen. Trotzdem war ich froh, daß ich diesen Weg gefunden hatte. Nach 20 Minuten Kraftanstrengung und der Befürchtung: "wenn ich mir hier die Füße verknackse und ich liegen bleibe, findet mich niemand", hatte ich es geschafft. Das war noch mal gut gegangen! Nun ging es von Afholdersbach weiter bis Netphen und auf der Bundesstraße in Richtung Siegen. Ab der Universität war die Straße für Radfahrer verboten. Ohne nennenswerte Umwege gelangte ich dann kurz darauf zur Innenstadt. Hier traf ich nach einem kurzen Telefonat Uta, eine "alte" Bekannte, die ich schon einige Jahre nicht mehr gesehen hatte. Die Wiedersehensfreude war groß. Wir tranken in einem Straßencafe erst mal ein Bier. Eine nette Nachbarin kam wenig später hinzu. Es gab viel zu erzählen. Nach einer Weile fuhren die beiden mit dem Bus zur Wohnung und ich kam mit dem Rad nach. Nachdem ich mich frisch gemacht hatte, ging es mit Uta zu einer netten Dorfgaststätte in der Nachbarschaft. Dort verbrachten wir einen lustigen und geselligen Abend gemeinsam mit einigen netten Freunden von ihr.

Fahrzeit:7:10h
Fahrstrecke:103km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.