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Deutschland Ost-West

Zittau - Aachen

Tag 10: Kerspenhausen - Cölbe - 19.07.2012

Woodstock...

Das Frühstück war hervorragend. Die ganze Atmosphäre in der Pension war sehr angenehm. Hier könnte man es auch länger aushalten. Trotzdem ging es voll Vorfreude auf den kommenden Tag weiter. Zuerst folgte ich dem Fuldaradweg, der gemeinsam mit dem R 1 und R 7 Radweg verlief. In Niederaula ging es dann auf dem R 7 Radweg in Richtung Niederjossa. Ich verließ nun die eigentliche D 4 Route, weil ich mir den Umweg über Lauterbach ersparen wollte und möglichst direkt in Richtung Alsfeld fahren wollte. Ich besorgte mir in Breitenbach noch etwas Proviant und wunderte mich dabei über einen Traktorfahrer, der vor dem Geschäft stand und u.a. einige Kästen Bier auf sein Gefährt lud, das unwahrscheinlich schmutzige, verschlammte Räder hatte. Ich fuhr zunächst auf der B 62 weiter und kam an einem riesigen Festivalgelände an der Burg Herzfeld vorbei. Hier fand so etwas wie Woodstock statt. Einige Alt-68er, teilweise mit Kindern, begegneten mir auf den Wegen zum Festivalgelände. Viele Zelte waren bereits aufgebaut. Autos und Wohnwagen konnten aber nur mit Hilfe von Traktoren bewegt werden. Das ganze Gelände war eine riesige Matscharena. Die passenden Schuhe für dieses Event waren Gummistiefel. Den Besuchern schien es aber trotzdem Spaß zu machen. Das Festival findet schon viele Jahre statt und die Besucher kommen von weit her. Kurz vor Altenburg gab es dann eine Straßenbaustelle. Eigentlich war die Straße gesperrt. Ich versuchte es trotzdem, denn einen kilometerlangen Umweg über die Berge wollte ich ungern in Kauf nehmen. Mit einigen Metern schieben hat es auch funktioniert. Die schöne Altstadt von Alsfeld sah ich mir schiebenderweise an. Eigentlich hatte ich beabsichtigt auf dem Marktplatz einen Kaffee zu trinken. Dort wurden aber gerade eine Bühne und Stände aufgebaut, weil am Wochenende eine Veranstaltung stattfand. So blieb es beim Anschauen und ich fuhr weiter. Bis Angenrod versuchte ich weiter über die B 62 zu fahren, aber die Autos und LKW saßen mir sehr im Nacken. Einen Radweg gab es nicht. Deshalb gab ich auf und fuhr in Richtung Antrifttal. Dann mußte ich den Berg nach Ohmes hochschieben. Hinterher folgte eine Abfahrt nach Ober Gleen. Ab dort gab es einen schönen Radweg parallel zur Bundesstraße. In Niederklein mußte ich mich entscheiden. Es gab zwei Möglichkeiten um, ohne über die Bundesstraße zu fahren, nach Kirchhain zu gelangen; entweder über Stadtallendorf oder Amöneburg. Ich entschied mich für Stadtallendorf. Dort machte ich eine Weile Pause und gönnte mir ein leckeres Eis. Jetzt mußte ich nur noch den D 4 Weg finden. Ich fand ihn schell und wollte zunächst bis Kirchhain. Irgendwo verpasste ich einen Abzweig und landete prompt wieder auf der B 62. Dann also über die Bundesstraße weiter. Plötzlich war ich aber wieder in Niederklein. Ich habe mich maßlos geärgert. Also noch mal fünf Kilometer zurück, den Berg rauf und wieder runter. In Kirchhain gelangte ich dann wieder auf den richtigen Weg Richtung Cölbe. Bis Anzefahr lief es gut, immer an der Bahn entlang. Dann wurde es wieder schwierig. Es gab zwar ein Schild R2, das wäre der richtige Weg, aber gleichzeitig stand auch Marburg darauf, wo ich nicht hin wollte. Einige Kilometer fuhr ich hin und her, um nach anderen Hinweisen zu suchen, bis ich einige Radler traf, die mir erklärten, daß der Weg nach Marburg über Cölbe führt, weil man sonst über einen Berg fahren müßte. Nun ja, bei uns am Niederrhein kann man fast Luftlinie fahren. Hier muß man umdenken. In Cölbe wollte ich übernachten, mir reichte es für heute. Leider gab es hier nur Hotels. Die Preise waren entsprechend. Der Wirt gab mir zu verstehen, daß die nächste Übernachtungsmöglichkeit 30 km weiter wäre. Also blieb ich. Wenn ich richtig nachgeschaut hätte, hätte mir eigentlich auffallen müssen, daß die JH in Marburg nur sechs Kilometer weiter war. Nun ja, später ist man schlauer. Heute war mal wieder der Wind mein ärgster Gegner. Es gab zwar einige Höhenmeter zu erklimmen, aber selbst beim Herunterfahren bremste er mich. Wenn das Wetter besser gewesen wäre, wäre die Tour bestimmt viel schöner und einfacher gewesen. Bei so einem ungemütlichen Wetter hatte ich keine Lust, einfach mal am Wegesrand anzuhalten und die Natur zu genießen. Auch für Stadtbesichtigungen kam keine rechte Lust auf. Wenn es regnet und stürmt, will man nur weiter kommen. Jetzt war die Tour in erster Linie eine sportliche Herausforderung. Sie ist mit einem "normalen" Radurlaub nicht zu vergleichen. Diese Tour ist etwas um herauszufinden, ob ich die Strecke, die vielen Höhenmeter und die damit verbundene Anstrengung, schaffe. Bis zur Werra war ich mir nicht sicher, ob es klappt. Danach aber war der Knoten geplatzt und ich bin ziemlich sicher, am Dreiländereck anzukommen.

Fahrzeit:6:50h
Fahrstrecke:96km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.