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Mainradweg 2014

Bayreuth - Mainz

Tag 4: Bad Staffelstein - Bamberg - 15.05.2014

...zur Siebenhügelstadt...

Auch am heutigen Morgen frühstückten wir in einem Wintergarten. Das Frühstück war lecker und umfangreich. Der Hausherr sah seinen Gästen dabei, mit dem Gewehr in der Hand und rosa Badeschlappen an den Füßen, von einem Foto an der Wand, zu. Man lernt gerade auf den Radtouren immer wieder interessante Leute kennen.
Um 9.15 Uhr ging es dann los. Es war nicht ganz so kühl wie am Vortag, aber trotzdem zog ich Handschuhe und Stirnband an.
Da wir gestern nur das Thermalbad von Bad Staffelstein gesehen hatten, machten wir zuerst eine kleine Stadtbesichtigung. Das Rathaus und die Häuser drum herum waren wirklich sehenswert. Da wir nicht laufen wollten, fuhren wir im Schritttempo durch den Ort und reckten die Hälse in die Höhe. Das sollte man besser lassen. Fast hätte ich einen Mann angefahren. Er selbst hat nichts davon mitbekommen. Zwei Zentimeter weiter, und ich hätte eine Galionsfigur auf dem Rad gehabt. Gut, dass meine Bremsen vor der Fahrt erneuert wurden.
Bis Ebensfeld fuhren wir an der Landstraße entlang. Dann wollten wir wieder auf den eigentlichen Radweg wechseln, doch als wir ihn erreichten, mussten wir wieder ein paar hundert Meter zurückfahren und einer Umleitung folgen. Da hätten wir gleich an der Straße weiterfahren können.
Hinter Zapfendorf verloren wir wieder den offiziellen Radweg. Es endete damit, dass wir über einen holprigen Feldweg bis Ebing fuhren. Dort machten wir in einem Buswartehäuschen ein kleines Picknick.
Weiter ging es dann auf dem Mainradweg bis Kemmern. An der Kirche hielten wir einen kurzen Plausch mit einem Radfahrerpaar aus München, das ebenfalls auf dem Mainradweg unterwegs war. Die beiden hatten bisher in den gleichen Orten übernachtet wie wir und wollten nach Möglichkeit auch bis Mainz fahren.
Der Weg führte an vielen schönen Seen vorbei. Mittlerweile hatten wir Kaffeedurst und hätten auch gerne mal ein WC aufgesucht. Deshalb hielten wir nach einer Bäckerei oder einem Gasthof Ausschau. Leider fanden wir nichts dergleichen. Es ging weiter bis Hallstadt. Jetzt wurde es dringend. Wir fragten einen älteren Herrn, der gerade beim Heckeschneiden war, ob er wüsste, wo es in der Nähe eine Toilette gäbe. Freundlicherweise bot er uns sein eigenes stilles Örtchen an. Das war Rettung in letzter Minute.
Erleichtert ging es dann weiter bis Bamberg. Der Gasthof war schnell gefunden. Er liegt zentral und ist bereits über 500 Jahre alt. Er hat einen urigen Innenhof mit Biergarten. Den Zimmern sah man aber das Alter an, obwohl aber bereits fließendes Wasser und Strom vorhanden waren. Das WC auf dem Gang stammt aber noch aus dem letzten Jahrtausend. Die Betten waren aber sauber und der Gasthof recht preiswert. Man muß Prioritäten setzen.
Nachdem wir uns stadtfein gemacht hatten, gingen wir über eine Brücke des Rhein-Main-Donau-Kanals zur Altstadt. Es gab erst mal eine Stärkung in Form von Kaffee und Kuchen. Dann folgte ein kleiner Einkaufsbummel für den Nachwuchs daheim.
Nun machten wir eine Stadtbesichtigung zu den bekannten Sehenswürdigkeiten: dem alten Rathaus mit seinen Fresken, auf der Insel in der Regnitz, dann an der ehemaligen Fischersiedlung „Klein Venedig“ vorbei und danach den Berg hinauf zum Kloster St. Michael. Von dort hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt. Leider ist die Kirche auf unbestimmte Zeit geschlossen, da umfangreiche Renovierungsarbeiten anstehen. Bei meinem Besuch vor vier Jahren hat mir das Deckengemälde mit den vielen Blumen und Heilkräutern besonders gefallen. Unser Weg führte mal rauf, mal runter. Ein Einheimischer erklärte uns, dass Bamberg, genau wie Rom auf sieben Hügeln erbaut wurde. Nun gingen wir zum Dom. Auch diesen konnten wir leider nicht besichtigen, da es bereits nach 19 Uhr war. Schade, ich hätte ihn gerne noch mal von innen gesehen.
Wir gingen dann zum Essen in ein Restaurant in der Nähe des Rathauses. Als typisches Bamberger Getränk probierten wir zum Abschluß einen Rauchschnaps.
Der Tag war wieder ausgefüllt von vielen schönen Eindrücken und auch das Wetter hatte sich gebessert.

Fahrzeit:2,75h
Fahrstrecke:39km

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Urheberrechtlich geschützt (Copyright), Gertrud S.